Wenn mich eine Sache wirklich aufregt...

Müller mault über den Umgang unserer Staaten mit uns als Volk

Wochenblick Sondermagazin

Wenn mich eine Sache wirklich aufregt… dann ist es der miese Umgang unserer Staaten mit uns als Volk.

Vielleicht haben sie mitbekommen, dass es in der spanischen Region Katalonien massive Gewalttaten gegen die Zivilbevölkerung gab. Für die etablierten Medien und Politiker ist das natürlich keine Skandal-Meldung. Denn es wurde keinem Kulturbereicherer wehgetan. Es hat sich auch kein Bengel mit Che-Guevara-Shirt den Finger beim bezahlten Demonstrieren eingezwickt. Nein, es wurden nur ein paar hundert Personen, die „schon länger in Spanien leben“, mit Gummigeschossen am Wählen gehindert. Kein Grund sich aufzuregen. Weiter zu den Herbstmodetipps für transsexuelle Kunstschweißer…

Es ist wirklich bezeichnend für die Geisteshaltung der Regierenden in den europäischen Staaten.

Man kann jederzeit geltende nationale und/oder internationale Gesetze brechen, um es Jedem auf der ganzen Welt zu ermöglichen, dass er dort lebt, wo es die besten Sozialleistungen und die dümmsten Politiker gibt. Aaaaaber wenn die einheimisc…. äh schon länger hier lebende Bevölkerung mit demokratischen Wahlen abstimmt, ob sie noch innerhalb der Landesgrenzen weiterleben möchte, dann ist der Spaß vorüber. Schlagen, treten, schießen und einsperren heißt es dann.

Man möchte sie ja nur schützen. Gott behüte, dass sie über etwas Wichtiges abstimmen. Ich meine, natüüürlich leben wir in einer Demokratie. Aber die relevanten Themen lassen sie bitte denen über, die wirklich wissen was Sie brauchen. Die können das viel besser. Oder glauben Sie etwa, dass die sich umsonst so viel bezahlen?!

Ich möchte weder auf die Hintergründe des Referendums eingehen, noch darauf, ob ich eine Abspaltung von Spanien (die im Übrigen eher unwahrscheinlich ist) für sinnvoll halte oder nicht.

Jedoch muss es einer Volksgruppe (und wir reden hier immerhin von 5 Millionen Menschen) möglich sein, selbst zu bestimmen ob sie weiterhin einem Staat angehören möchte, der sie und ihre Interessen ignoriert. Es ist außerdem in jedem Fall inakzeptabel mit einer solchen Brutalität gegen Kinder und alte Menschen vorzugehen. Woher nimmt eine europäische Regierung das Recht, ihren Bürgern demokratische Wahlen zu verbieten und dieses Verbot dann noch im Stile eines Militärstaates durchzuprügeln? Es ist eine Schande.

Und noch schändlicher ist, dass sich weder die EU als selbsternannte Hüterin der Menschlichkeit dafür interessiert, noch die heimischen Medien. Letztere verfallen erfahrungsgemäß ja schon ins kollektive „Polizeigewalt“-Gekläffe sobald sich jemand am Streifenwagen den Zeh stößt.

Ein paar hundert Verletzte durch die gewaltsame Verhinderung einer demokratischen Wahl mitten in Europa sind dagegen nicht so schlimm.

Passen Sie auf Ihren Kopf auf!
Müller

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Charly

Die haben Rajoy ins Messer laufen lassen, jemand will ihn beseitigen!?

Annette

Man muß nicht nach Spanien schielen, wenn die „legalisierte“ Gewalt Widerstand brutal niederknüppelt.
Hier im freiesten Land der Welt (Hustenanfall gemischt mit Lachsalven) werden belesene Kritiker politisch verfolgt und haben keine Berechtigung für große oder kleine Waffenscheine. Spontane Hausbesuche und spektakuläre Inhaftierungen ohne Substanz werden medienwirksam und suggerierend verbreitet.
Die sogenannte BRD ist nicht weit mit gewissen Formen von Foltermaßnahmen entfernt.

lucki

Man hat den arabischen Frühling bejubelt.
Man hat den ukrainischen Maidan bejubelt.
Man hat sich mit ausgewiesenen Nazigrößen fotografieren lassen ( ja, Merkel auch )
Jetzt scheint ein solcher Frühling auch in Teilen der EU angekommen zu sein.
Schon fließen die Krokodilstränen in hellen Strömen.
Euch Verbrechern in Brüssel, Berlin und Madrid glaubt das aber keiner mehr.
Ihr habt fertich. Time soon will show.

Friederike Ehmsen

Lieber Lucki,
wo, bitte, haben Sie in der Ukraine Nazis gesehen?
Nur weil ein paar Spinner dort mit Hakenkreuzfahnen posieren?
Ein echter Nationalsozialist würde sich schämen, sich mit Frau Merkel fotografieren zu lassen.
F.E.

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