Wenn mich eine Sache wirklich aufregt...

Müller mault über unsere Blindheit bei richtigen Schweinereien

Bild: Gregor Tatschl - Christian Kern (IMG1349) (CC BY-SA 2.0)

Wenn mich eine Sache wirklich aufregt… dann ist es unsere Blindheit für die richtigen Schweinereien.

Zurzeit haben wir in Österreich ein tolles Thema für die Wochen vor der Wahl. Ihre Hoheit, Prinzessin von Soros‘ Gnaden, Christian Kern, befindet sich zurzeit in keiner besonders feinen Lage. Leider ist nämlich aufgeflogen, dass sein Wahlkampfberater Tal Silberstein gemeinsam mit mehreren hohen Parteifunktionären der SPÖ schmutzige Kampagnen gegen Sebastian Kurz durchführte (und Weitere?). Kern will von nichts gewusst haben.

Stellt sich natürlich die Frage, welche Konstellation schlimmer ist.

  1. Kern hat natürlich davon gewusst. Das Oberhaupt der österreichischen Regierung lässt virtuelle „false-flag“-Attacken durchführen und schreckt vor nichts zurück, um seinen politischen Gegner anzupatzen. Tal Silberstein (der in Israel wegen eines der größten Fälle von Geldwäsche und Betrugs angeklagt ist.) war nur ein Werkzeug. Der Kanzler hat alles unter Kontrolle, lügt und betrügt aber.
  2. Kern hat nichts gewusst. Seine engsten Mitarbeiter und Untergebenen haben ohne sein Wissen „Parteigelder“ verwendet um politischen Rivalen zu schaden. Er wäre in dieser Sache unschuldig, hat aber die Kontrolle verloren. Ist so ein Mensch geeignet als Regierungsoberhaupt?
  3. Kern hat nichts gewusst. Seine Untergebenen werden zu Unrecht beschuldigt.

Würde also bedeuten, dass sich der israelische Staatsbürger Silberstein auf eigene Kosten in die österreichische Innenpolitik einmischt. (Dies wird ja mehr oder weniger vom Betreiber der Seiten behauptet.) Mit welchen Motiven oder Interessen mischt sich ein fremder Staatsbürger hierzulande ein und warum lässt sich der Kanzler jahrelang von solch dubiosen Gestalten beraten?

Jede dieser Versionen ist schlecht für Österreich. Und keine lässt den Kanzler gut dastehen.

Hinzu kommen noch Kleinigkeiten und Bestechungsversuche von beiden Seiten.

Angeblich versuchte die ÖVP den Betreiber der Seiten für 100.000 Euro „PR-Honorar“ abzuwerben.

Die SPÖ wiederum setzt über den Redenschreiber des Kanzlers jene Ex-Mitarbeiterin unter Druck, welche den Skandal erst aufgedeckt hatte. Mit Drohungen, dass ihr die Klagen der Partei das Leben ruinieren werden und mit Geldangeboten wird sie seit Tagen terrorisiert.

Fakt ist, dass in der österreichischen Politik nicht mit Schmiergeldern, Einschüchterungen, halb- und illegalen Methoden und Lügen gespart wird. Heute wissen wir wahrscheinlich nicht einmal die Hälfte von dem, was an dieser einen Sache dran ist. Und wir werden überhaupt nie ganz sehen können, was sich hinter den Kulissen mit unserem Steuergeld abspielt.

Eines ist jedoch sicher. In nicht einmal einem Monat ist das Alles wieder vergessen. Vor allem die Sozialdemokraten werden sich der süßen Amnesie hingeben und darauf vertrauen, dass fast alle Vorwürfe verjähren, nicht mehr aufzuklären sind oder erst dann abgeurteilt werden, wenn es schon keinen mehr interessiert. Ganz so wie es lange Tradition in europäischen Justizsystemen ist.

Die Meisten von denen, die sich heute über diese Ungeheuerlichkeiten echauffieren, werden in einem Jahr wieder den Gerechtigkeitstrieb der beiden Großparteien beschwören, die dieses Land seit Jahrzehnten regieren wie die Reviere zweier Mafia-Familien.

Neu an diesem Skandal ist nur eines. Dass die SPÖ medial richtig einstecken muss. Wenn ich Don Kern wäre, würde ich mich ziemlich betrogen fühlen, weil meine Familie die Zeitungen teilfinanziert hat, die mich heute (zu Recht) zerreißen.

Passen Sie auf Ihren Kopf auf!
Müller

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