Österreich verlor eine Milliarde Euro

FPÖ: „EU-Sanktionen gegen Russland sind Schuss ins eigene Knie“

Wochenblick Sondermagazin
von Franz Johann Morgenbesser [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Österreich hat wegen der EU-Sanktionen gegen Russland rund eine Milliarde Euro an Exportvolumen verloren. Das geht aus einer aktuellen Wifo-Studie hervor. „Es ist höchste Zeit, diese Maßnahmen endlich zu beenden, will man der eigenen Wirtschaft nicht noch mehr schaden“, forderte deshalb der freiheitliche EU-Abgeordnete Harald Vilimsky.

Einer aktuellen Wifo-Studie zufolge brachen seit 2014 die EU-Exporte nach Russland um jährlich 15,7 Prozent ein. Bis zu 40 Prozent dieses Rückganges seien auf die Sanktionen zurückzuführen. In Österreich sanken die Russland-Exporte um 9,5 Prozent, was rund einer Milliarde Euro entspricht. Zum EU-weit größten Minus führten die Sanktionen in Deutschland, dessen Exportrückgang ganze 11,1 Milliarden Euro (-13,4 Prozent) beträgt.

Vilimsky fordert Ende der Sanktionen

„Die Sanktionen der EU gegen Russland sind ein Schuss ins eigene Knie“, erklärte daraufhin Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im EU-Parlament und FPÖ-Generalsekretär.  Es sei daher „höchste Zeit“, diese Maßnahmen endlich zu beenden, wolle man der eigenen Wirtschaft nicht noch mehr schaden.

Ebenfalls Kritik kam vom Wiener Vizebürgermeister und FPÖ-Vize Johann Gudenus. Dieser forderte einen „eigenständigen österreichischen Weg“:

„Wie lange werden Bundeskanzler Kern und Außenminister Kurz diese EU, die alles andere als die Interessen der Unions-Staaten vertritt, noch schalten und walten lassen, wie sie möchte. Wir brauchen eine österreichische Lösung und einen eigenständigen österreichischen Weg.“

Russland einer der größten Handelspartner

Zwischen 2009 bis 2012 – also vor den Sanktionen – waren die EU-Exporte nach Russland noch jährlich um durchschnittlich 23,5 Prozent gestiegen. Damit belegte das Land mit einem Exportanteil von 7,7 Prozent den vierten Platz bei den Handelspartnern der EU. Im Jahr 2016 lag Russland mit einem Exportvolumen von 4,6 Prozent nur mehr an fünfter Stelle.

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInShare on VKShare on TumblrEmail this to someone