Antifa sorgte für Eskalation

Medien verbreiten Fake News über „rechte Attacke“ auf Büchermesse



Bild: Screenshot Twitter Wehnemann (https://twitter.com/nico_wehnemann/status/919259329953456128)

Die Antifa versuchte am Samstag bei der Frankfurter Buchmesse, zwei Podiumsdiskussionen des Verlags Antaios niederzubrüllen. Während der Proteste musste die Polizei zwei Personen festnehmen. Mainstream-Medien bastelten daraus „rechtsextreme Attacken“.

Bei der Podiumsdiskussion zum neu erschienen Buch „Mit Linken leben“ kam es zu lautstarken Antifa-Störaktionen. Die Stimmung kochte wegen der Antifa immer mehr auf, so dass laut Frankfurter Polizei eine „Eskalation“ drohte. Es kam daraufhin auch zu zwei Festnahmen.

„Die Partei“-Mitglieder streuen Falschmeldungen

Für Aufregung sorgte schließlich am Abend eine Meldung des „Die Partei“-Vorsitzenden Nico Wehnemann. Dieser behauptete auf Twitter, ein „Nazi“ hätte ihn niedergestreckt:

Sein Parteikollege Leo Fischer verbreitete dann die Meldung, Wehnemann sei auf der „Buchmesse zusammengeschlagen“ worden, weil dieser gegen die Veranstaltung des Antaios-Verlags protestiert habe. Zudem erhob Fischer schwere Vorwürfe gegen die Polizei und sprach von „Sieg Heil“-Rufen. Obwohl im Netz bereits Dutzende Videos von der Veranstaltung kursieren, konnten bisher keine Beweise für diese Behauptung vorgelegt werden.

Der bekannte Fernsehkomiker Jan Böhmermann teilte anschließend die Falschmeldung und half damit bei der Verbreitung.

Wehnemann wollte bei Festnahme intervenieren

Doch was war nun eigentlich geschehen? Wie die Frankfurter Polizei am Sonntag in einer Pressemeldung mitteilte, hatte ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Messe Frankfurt Wehnemann daran gehindert, eine Festnahme der Polizei zu stören:

„Ein 34-jähriger, der sich zuvor an Protesten beteiligte, beobachtete die Festnahme und versuchte, zu intervenieren. Dies wiederum sah ein Mitarbeiter des Sicherheitsunternehmens der Messe und schritt ein. Der 34-Jährige wurde ebenfalls vorläufig festgenommen, angezeigt und erhielt ein Hausverbot. Eine Anzeige wegen Körperverletzung gegen den Sicherheitsmitarbeiter wurde zwischenzeitlich durch den 34-Jährigen bei dem 17. Polizeirevier erstattet“, heißt es im Bericht wörtlich.

Mainstream-Medien übernehmen Fake News

Die Polizeimeldung war noch gar nicht veröffentlicht, da sprachen die Mainstream-Medien bereits von einem „rechtsextremen Angriff“. Sie übernahmen damit ungeprüft die Behauptungen Wehnemanns und seiner Kollegen.

Quelle: Screenshot heute.at

Die Gratiszeitung „Heute“ sprach von einer „rechten Attacke auf Lokalpolitiker“ und bezog sich dabei auf die Aussagen Wehnemanns.

Quelle: Screenshot oe24.at

oe24“ titelte schließlich sogar von „Krawallen“, bei denen „Nazis“ einen Politiker „verprügelt“ hätten. Die Polizei hätte weiters nur zugesehen, während „Nazis“ auf Wehnemann „einprügelten“. Außerdem fügte „oe24“ den von Jan Böhmermann geteilten Fake-News-Tweet kommentarlos am Ende des Artikels hinzu.

Eskalation kam von der Antifa

Eine Kritikerin der „Neuen Rechten“, die Publizistin Liane Bednarz, war selbst vor Ort und äußerte sich auf Facebook zu den Vorfällen:

„Die Dinge sind heute bei den Veranstaltungen von Götz Kubitscheks „Antaios“-Verlags auf der Buchmesse sehr eskaliert. Und zwar von links.“

Die Referenten beim Antaios-Stand seien massiv niedergebrüllt worden. „Niederbrüllen ersetzt keinen Diskurs“, betonte Bednarz in Richtung Antifa-Störer.

Stände geräumt und Bücher zerstört

Die wahre Gewalt schien dieses Wochenende also vielmehr von den politischen Gegnern der „Neuen Rechten“ und ihren Verlagen auszugehen. Bereits am ersten Tag der Masse beschmierten mutmaßliche Antifa-Extremisten diverse Antaios-Bücher mit Kaffee und Zahnpasta. In der Nacht auf Freitag räumten bisher unbekannte Täer den gesamten Stand des Manuscriptum-Verlags aus. Dasselbe Schicksal ereilte in der folgenden Nacht den Antaios-Verlag. Kurz vor den Vorfällen rief die Leitung der Frankfurter Buchmesse, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels, zu „Engagement“ gegen die Präsenz der „Neuen Rechten“ auf der Messe auf.

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Bruno

Diese Leute als Antifaschisten zu bezeichnen ist mehr als ein Witz. Das sind Weltfaschisten

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