Eskalierter Nachbarschaftsstreit

Friedrich F. – Rote und Grüne konstruieren „rechten Mord“



Screenshot: YouTube

Der 66-jährige Friedrich F. soll am vergangenen Sonntag eine 55 Jahre alte Frau und einen 64-jährigen Mann mit einem Gewehr erschossen und eine 48-jährige Frau schwer verletzt haben. Der grausame Mord an den Nachbarn wird von rot-grünen Medien und Politikern nun zu einem „rechten Mord“ umgeschrieben.

„Rechte Gewalt darf nicht ignoriert werden“, schreiben etwa die SPÖ-Studenten auf Twitter. Als „amtsbekannter Rechtsextremist“ wird der Täter bei der Grazer Grünen-Chefin Tina Wirnsberger beschrieben. Ein „amtsbekannter Neonazi“ ist er bei der Antifa. Die „Kleine Zeitung“ schreibt: „Angeblich soll der gesuchte Täter ein Nazi-Sympathisant sein, der aus seiner Gesinnung kein Hehl gemacht hat“. Gemeinsam mit DerStandard konstruiert die Kleine Zeitung sogar eine Verbindung zu den Identitären und der FPÖ.

Rechtsextremes Motiv?

Doch die Ursache für den grausamen Mord in Stiwoll (Steiermark) dürfte kein rechtsextremes Motiv sein, sondern ein langjähriger Nachbarschaftsstreit, der nun seinen traurigen Höhepunkt fand. Der Streit eskalierte bereits in der Vergangenheit mehrmals gewaltsam, wie aus einem Youtube-Video hervorgeht, in dem Friedrich F. (als Richterin verkleidet) den Streit aus seiner Sicht erklärt.

In dem Video kritisiert Friedrich F. eine angebliche Beeinflussung der Justiz durch die SPÖ, was seinen Hass auf beide erklärt. Seine Opfer sind auch keine Ausländer oder Minderheiten, sondern zwei betagte Österreicher. Über einen politischen Hintergrund des Streits ist nichts bekannt.

Rechtsextremer Hintergrund?

Die etablierten Medien und rot-grünen Politiker begründen die „rechte Gewalt“ damit, dass Friedrich F. mit einem Fahrzeug herumfuhr, auf dem ein Transparent mit dem Spruch „Heil Hitler“ angebracht war. Dass Friedrich F. sich aber keinesfalls wiederbetätigen wollte, geht aus dem Untertitel des Transparentes hervor: „Oder wie oder was?“

Friedrich F. wollte nicht Hitler verherrlichen, sondern unterstellte den Behörden in antifaschistischer Tradition „Nazimethoden“. Er selbst schildert in einem YouTube-Video, wie das Transparent zu verstehen sei. Darin distanziert er sich auch ausdrücklich von der FPÖ. Auch zu den Identitären gab es niemals Kontakt, bestätigt Luca Kerbl, Leiter der steirischen Identitären.

Ebenfalls wurde ein Verfahren wegen Wiederbetätigung eingestellt: „Der Beschuldigte konnte glaubhaft machen, dass er mit dem Plakat nur auf Missstände in der Justiz aufmerksam machen wollte, die NS-Methoden gleichen“, erklärt Staatsanwalt Christian Kroschl. Noch deutlicher wurde Friedrich F. auf seiner Seite „justiz-gewalt.at“. Dort empfahl er nicht etwa den Freiheitlichen Norbert Hofer, sondern die liberale Kandidatin Imgard Griss (inzwischen NEOS) bei der Bundespräsidentschaftswahl 2016.

Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Johannes Steiger

Zwei Menschen zu töten und eine weitere Person schwer zu verletzen ist eine verwerfliche Tat. Fragen darf man sich jedoch, wie es zu dieser Eskalation kommen konnte und wie Nachbarn, Justiz, Gesellschaft besser/rechtzeitig hätten reagieren können. Das Geschehene ist nicht mehr rückgängig zu machen, aber vielleicht findet man Wege, um in Hinkunft ähnliche Ausraster eines an den Rand geschobenen (kranken) Menschen zu vermeiden? Bekannt ist, dass Personen, denen man nicht ein Minimum an Ehre gelassen hat, zu allem fähig sind.

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