Landeshauptmann relativiert

Kärnten: Erste Schulklassen ohne österreichische Kinder



By SPÖ Presse und Kommunikation Foto: Thomas Lehmann (Flickr: Bundesparteitag 2012) [CC BY-SA 2.0], via Wikimedia Commons

Der Große Austausch ist längst nicht nur in Wien und Graz, sondern auch in Kärnten angekommen. Erstmals gibt es jetzt zwei Schulklassen in Klagenfurt und Villach, wo kein einziges Kind Deutsch als Muttersprache hat.

Die 3b-Klasse der VS St. Ruprecht in Klagenfurt und die 4b der Khevenhüller-Volksschule in Villach sind Kärntens erste Schulklassen, die zu 100 Prozent aus Kindern ohne deutsche Muttersprache bestehen.

Landeshauptmann Kaiser relativiert

Der SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser sieht darin nur ein Problem der Verteilung. Gegenüber der Kronen Zeitung sagt er: „Die Entscheidung für diese Aufteilung liegt bei den Direktoren. Die Organisation von zusätzlichen Sprachunterstützungen ist so leichter möglich. Es ist aber nicht der Regelfall“. Sein Wundermittel: Die Kinder müssen künftig besser auf andere Klassen aufgeteilt werden. Ein ähnlicher Vorschlag lag vor Jahren in Graz auf dem Tisch. Damals hätte man die Kinder mit Busen in Schulen außerhalb der Stadt bringen müssen, weshalb der Vorschlag wieder fallen gelassen wurde.

Österreicher meiden die Schulen

Klartext kommt hingegen von Klagenfurts FPÖ-Vizebürgermeister Christian Scheider. Er spricht an, dass die Österreicher solche Schulen mit hohem Migrantenanteil meiden: „Es entwickelt sich ein Schultourismus. Eltern mit Muttersprache Deutsch bringen ihre Kinder lieber in anderen Stadtteilen unter. Es kann aber nicht Sinn der Sache sein, dass bestimmte Schulstandorte von der Bevölkerung gemieden werden.“

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