Einstimmiger Beschluss

Mahrer designierter Leitl-Nachfolger im ÖVP-Wirtschaftsbund



Bildquelle: APA

Harald Mahrer (44) soll im ÖVP-Wirtschaftsbund neuer Obmann nach Präsident Christoph Leitl (68) werden. Das hat das WB-Präsidium am Donnerstag einstimmig beschlossen. Über den neuen Wirtschaftskammer-Österreich-Präsidenten wurde aber noch nicht entschieden, sagte Mahrer. Das sei „noch nicht besprochen“ worden, das werde 2018 geklärt. „Wir gehen Schritt vor Schritt vor.“

Offenbar gibt es zur Entscheidung über eine Nachfolge von WKÖ-Präsident Leitl auch noch keine zeitliche Festlegung. Wann im kommenden Jahr diese Personalie entschieden werden könne – üblicherweise stellt die ÖVP-Teilorganisation als stärkste WKÖ-Fraktion den Präsidenten -, ließ Leitl auf Nachfrage offen, ebenso ob er möglicherweise noch seine gesamte Periode zu Ende ausfüllen könnte. Die läuft an und für sich bis 2020. Auf hypothetische Fragen antworte er nicht, meinte Leitl. Er und Mahrer können diese Entscheidung bilateral treffen, danach ist – auf Antrag der WB-Fraktion – formal nur noch das Wirtschaftsparlament der WKÖ am Zug.

Fünfte Generation

Mahrer zeigte sich erfreut und stolz über die einstimmige Kür durchs WB-Präsidium für die neue Spitzenfunktion. Diese „ganz besonders ehrenvolle Aufgabe“ nehme er mit „Demut“ an, meinte der Wirtschaftsminister, der sich dabei durchaus „in einer Linie“ mit seinen Vorgängern, beginnend mit den ersten Präsidenten Julius Raab und Rudolf Sallinger, sieht.

Mit Mahrer, der am Donnerstag als Kandidat für die Aufgabe als neuer WB-Obmann nominiert wurde – bestätigen soll das eine außerordentliche Generalversammlung im Dezember -, tritt jemand in fünfter Generation an die Spitze der Organisation. „Wir werden uns in Ruhe zusammensetzen und bis Dezember ein gutes Konzept ausarbeiten“, so Leitl.

Erneuerung in Bereichen

Mahrer sagte, er freue sich auf die ehrenvolle Aufgabe, die heimische Politik entscheidend mitgestalten zu können. „Wir brauchen eine neue Form von Gerechtigkeit, Stilistik und Zusammenarbeit“, meinte er mit Blick auf die Phase der Regierungsbildung und die Zeit danach. Auch Leitl meinte, „wir brauchen eine Erneuerung in so vielen Bereichen“, und zeigte sich erfreut darüber, dass es nach den Wahlen eine „neue innenpolitische Situation“ gebe: „Die Jahre des Stillstands sind vorbei.“ Es komme jetzt eine Bewegung hinein, die der Wirtschaftsbund immer gefordert habe, so Leitl.

Es gebe eine Reihe von großen Herausforderungen, meinte Mahrer, und nannte etwa die Globalisierung und die Digitalisierung. Es gebe „eine lange Latte“ an Themen, auch für die Regierungsbildung, bis hin zur Abgabenentlastung.

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