So geht ein Journalist der Wiener Zeitung gegen Info-DIREKT vor

Wer Info-DIREKT verkauft, kommt auf eine Liste

Werner Reisinger, Wiener Zeitung, Info-DIREKT
Werner Reisinger, Journalist der Wiener Zeitung, versucht den Erfolgslauf von Info-DIREKT zu stoppen. Bild: Info-DIREKT

Werner Reisinger ist Redakteur bei der Wiener Zeitung. Unseren regelmäßigen Lesern ist er bekannt, weil er bereits einmal versucht hat, Info-DIREKT zu schaden. Sein letzter Twitter-Aufruf dürfte nun jedoch auch seinem Arbeitgeber zu viel geworden sein …

von Michael Scharfmüller

Nachdem Info-DIREKT aufdeckte, wer hinter „stopptdierechten.at“ steckt, und über die einschlägigen Hintergründe des „Rechtsextremismus-Experten“ Jerome Trebing aufklärte, dürften bei Reisinger die Sicherungen durchgebrannt sein:

Am 4. November rief Reisinger über Twitter dazu auf, man möge ihm Listen schicken, an welchen Trafiken Info-DIREKT erhältlich sei. Info-DIREKT bezeichnete er dabei als „rechtsextreme[s] Lügenblatt“.

Wiener Zeitung, Info-DIREKT, Werner Reisinger
Bildschirmfoto: twitter.com, Werner Reisinger

Dieses Vorgehen von Reisinger wirft einige Fragen auf. Um Antworten darauf zu erhalten, haben wir uns direkt an die Chefetage der Wiener Zeitung gewandt, von der wir Folgendes wissen wollten:

  1. Handelt Werner Reisinger im Auftrag oder im Wissen der Wiener Zeitung, wenn er auf Twitter dazu aufruft, ihm solche Listen zu senden?
  2. Zu welchem Zweck möchte Reisinger solche Listen sammeln?
  3. Reisinger hat bereits einmal den Radiosender Ö3 (ebenso über Twitter) kontaktiert, damit dieser auf info-direkt.eu keine Werbung mehr schalten lässt. Geschah das im Auftrag oder im Wissen der Wiener Zeitung?
  4. Handelt es sich beim Twitter-Account von Werner Reisinger um einen offiziellen Account der Wiener Zeitung? Die direkten Verlinkungen auf die Wiener Zeitung könnten diesen Eindruck erwecken lassen.
  5. Wie stehen Sie als Arbeitgeber dazu, dass einer Ihrer Mitarbeiter gegen einen Mitbewerber in dieser (womöglich geschäftsschädigenden) Weise vorgeht?

Wiener Zeitung hält sich bedeckt

Die einzige offizielle Stellungnahme, die wir dazu erhalten haben, war jene des Geschäftsführers der Wiener Zeitung, der uns per Email wie folgt geantwortet hat:

„aus grundsätzlichen Erwägungen nehme ich auf redaktionelle Entscheidungen, insbesondere auf die Recherchearbeit unserer Redaktion, keinen Einfluss.“

Telefonische Nachfragen in der Chefredaktion der Wiener Zeitung ergaben, dass die Redaktion prinzipiell hinter ihren Mitarbeitern stehe und Auffassungsverschiedenheiten mit dem jeweiligen Redakteur intern geklärt würden. Auf mehrmaliges Nachfragen hin wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass Werner Reisinger mittlerweile die betreffenden Tweets gelöscht habe. Zitiert wollte der stellvertretende Chefredakteur ausdrücklich nicht werden, obwohl er einige interessante Dinge gesagt hat…

Halbherzige Abgrenzung der Wiener Zeitung

 Wiener Zeitung, Info-DIREKT, Werner Reisinger
Bildschirmfoto: twitter.com, Werner Reisinger

Der betreffende Tweet ist tatsächlich nicht mehr zu finden. Es scheint so, als wäre Reisinger von seinem Arbeitgeber nahegelegt worden, diesen zu löschen. Ganz will Reisinger die Sache aber offenbar nicht auf sich beruhen lassen. In einem neuen Tweet verkündet er, dass er die Liste mit den Info-DIREKT-Verkaufsstellen mittlerweile habe. Auch ältere Meldungen Reisingers, in denen er Info-DIREKT als „hetzseite“ bezeichnet, sind nach wie vor online.

Journalist oder Antifa-Aktivist?

Falls die Wiener Zeitung Reisinger wirklich in die Schranken gewiesen hat, ist das nur äußerst halbherzig geschehen. Eine zukünftige Regierung wird von einer Zeitung, die sich zu hundert Prozent im Staatseigentum befindet, vermutlich eine klarere Abgrenzung einfordern. Schließlich kann es nicht sein, dass ein Journalist den guten Namen der Wiener Zeitung dazu missbraucht, um einen Privatkrieg gegen Medien zu führen, die ihm nicht zu Gesicht stehen.

Wenn Reisinger Medien, die nicht seiner Ideologie entsprechen, als „rechtsradikal“, „hetzseite“ und „lügenblatt“ bezeichnet, muss klar sein, dass das nicht die Meinung der Wiener Zeitung wiederspiegelt, sondern seine private Ansicht ist. Wenn Reisinger politisch-motivierte „Anfragen“ an Unternehmer stellt, um andere Medien zu diskreditieren, darf nicht der Eindruck entstehen, dass dahinter die Wiener Zeitung stehen würde.

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Bildschirmfoto: twitter.com, Werner Reisinger
Wiener Zeitung, Info-DIREKT, Werner Reisinger
Bildschirmfoto: twitter.com, Werner Reisinger

Der ORF-Moderator Armin Wolf kennzeichnet sein Twitter-Profil mit den Worten „Kein ORF-Account“. Bei Reisinger hingegen ist nicht feststellbar, welche seiner Tweets er als Journalist der Wiener Zeitung absetzt und welche er aufgrund seiner persönlichen politischen Ansichten verbreitet. Dort wo bei Wolf „about.me“ steht, verlinkt Reisinger direkt auf die Wiener Zeitung. Sein – für einen Staatsjournalisten unprofessionelles – Verhalten, fällt somit auch direkt auf die Wiener Zeitung zurück.

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Vergleich zwischen Armin Wolfs und Werner Reisingers Twitter-Account. Bildschirmfoto: twitter.com

Info-DIREKT sieht genau hin

Info-DIREKT berichtet laufend über die Hintergründe der Antifa-Szene und deren verbündeten „Journalisten“ und „Experten“. Diese Arbeit ist sehr zeitintensiv und mit hohen persönlichen und finanziellen Risiko verbunden. Wenn auch Sie der Meinung sind, dass diese Arbeit trotzdem wichtig ist, freuen wir uns, wenn Sie uns dabei unterstützen.

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Hans Mayer

Diese „Wiener Zeitung“ ist auch das amtliche Veröffentlichungsorgan der Republik Österreich! Verfehlungen von Redaktionsmitgliedern, die von der Geschäftsleitung toleriert werden, müßten im Staatsinteresse jedenfalls zur Aberkennung dieser Funktion, zumindest aber zum Austausch der Geschäftsleitung und zur Kündigung bzw. Entlassung jenes Hetzers führen, der sich anmaßt, Trafikanten zu bedrohen und deren persönliche Sicherheit gefährdet.
Ich hoffe auf eine Beseitigung dieses Mißstandes durch entsprechende Maßnahmen der künftigen Bundesregierung!

Hansi Mayer

Linken Hetz-Seiten im Internet haben mich vor ca. 15 Jahren auf die „Fakten“, „ZurZeit“ und andere aufmerksam und neugierig gemacht. Nach Leseproben habe ich sie dann abonniert, da sie sich wohltuend vom Einheitsbrei absetzen und interessante Hintergrundinformationen bieten.

pedrobergerac

Könnten sie die links zu diesen Seiten einstellen? Ich finde sie nicht mit google.
Besten Dank.

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