"Zynischer geht's kaum":

Sahra Wagenknecht rechnet mit Asylpolitik der Linkspartei ab



By Ferran Cornellà (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons

Die Asyl- und Migrationsfrage sorgt weiterhin für Zündstoff in der Linkspartei. Fraktionschefin Sahra Wagenknecht hat gegenüber der „Welt am Sonntag“ das von der Parteivorsitzenden Katja Kipping vertretene Konzept für ein linkes Einwanderungsgesetz scharf kritisiert.

Nachdem die Linke bei der Bundestagswahl einige Wählerstimmen im Osten der Bundesrepublik Deutschland verloren hat, wird die Asyl- und Migrationspolitik innerhalb der Partei kontrovers diskutiert.

Linke soll seriöse Vorschläge machen

Zum geforderten linken Konzept für ein Einwanderungsgesetz äußerte sich Sahra Wagenknecht im Interview mit der „Welt am Sonntag“.

„Ich finde, Linke sollten sich bemühen, seriöse Vorschläge zu machen“, sagte die Fraktionschefin der Linkspartei. Damit verbindet Wagenknecht die Forderung nach einem Ende der Waffenexporte in Spannungsgebiete und ein Ende der Ausplünderung armer Länder. „Offene Grenzen für alle Menschen“ hält die Linkspartei-Politikerin hingegen für eine „Zukunftsvision“ und „keine Forderung für die heutige Welt“.

„Zynischer geht’s kaum“

„Wieso kann ein reiches Land wie Deutschland nicht seine Fachkräfte selbst ausbilden?“, fragte Wagenknecht weiter. Stattdessen hole man „Ärzte aus dem Irak, Syrien, dem Niger und anderen armen Ländern“, um die Versorgungslücke zu schließen. Dies vergrößere aber die Armut vor Ort weiter. „Zynischer geht’s kaum“, so Wagenknecht im Interview.

Linkspartei-Forderung ist „wirklichkeitsfremd“

Ebenfalls kritisch äußerte sich Wagenknechts Mann, der saarländische Fraktionschef Oskar Lafontaine, zur Haltung der Linkspartei in der Migrationspolitik.

„Da eine Gesellschaft ebenso wie jeder einzelne Mensch nur in begrenztem Umfang helfen kann, kommt auch die LINKE an einer Begrenzung und Steuerung der Zuwanderung nicht vorbei“, erklärte er gegenüber den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

Die Aufnahme von politisch Verfolgten und Kriegsflüchtlingen sei zwar eine moralische Verpflichtung. Dennoch:

„Bleiberecht und 1050 Euro für alle, die zu uns kommen, sind wirklichkeitsfremd“, so Lafontaine.

Außerdem führten „offene Grenzen für alle Menschen, alle Waren und jedes Geld“ dazu, „dass die Wirtschaft in den unterentwickelten Ländern Schaden nimmt“.

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Leonhard Schmitz

Gute Frau im Aussehen und Argumentation, nur in der falschen Partei!

leor

Aha, jetzt wird also bei der AfD geklaut, was das Zeug hält…man will halt alle alten Stasi-Leute in der Partei halten, sonst nix fünf-Prozent-Hürde. Dann spielt man eben noch ein bisschen Good-cop-bad-cop bis der Große Austausch leider vollzogen, hoppla, wer hätte das gedacht.

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