Während Afrikareise

Macron über Schlepper: „Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Bildquelle: APA

Nach Enthüllungen über Menschenhandel mit afrikanischen Flüchtlingen in Libyen fordert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron einen gemeinsamen Kampf gegen Schleppernetzwerke. Das werde er beim EU-Afrika-Gipfel am Mittwoch in Abidjan vorschlagen, kündigte Macron in der Universität der westafrikanischen Metropole Ouagadougou an. „Das ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“

Europäer und Afrikaner müssten auch zusammenarbeiten, um gefährdete Menschen in Libyen in Sicherheit zu bringen. „Das ist eine Pflicht, und es ist unsere“, sagte Macron vor rund 800 Studenten am Dienstag. Frankreich hatte nach einem Bericht des TV-Senders CNN über den Menschenhandel in dem nordafrikanischen Land bereits auf ein Treffen des UNO-Sicherheitsrats gedrungen.

Chaos in Libyen

Seit dem Sturz von Langzeitmachthaber Muammar al-Gaddafi herrschen im ölreichen Libyen Bürgerkrieg und Chaos. Drei Regierungen und unzählige Milizen kämpfen im ganzen Land um die Macht. Libyen ist der Hauptausgangspunkt für die meisten Flüchtlinge, die von Afrika aus versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

Steine auf Macron

Beim Besuch Macrons im kleinen Burkina Faso kam es zu Zwischenfällen. Auf ein Fahrzeug seiner Delegation flogen Steine, nach Angaben des Senders BFMTV ging dabei die Scheibe eines Kleinbusses kaputt. Laut Sender Franceinfo war Montagabend eine Granate auf ein Fahrzeug der französischen Armee im Norden der Hauptstadt geworfen worden. Bei der Attacke vor Macrons Ankunft wurden demnach drei Zivilisten verletzt.

„Verbrechen der Kolonisierung“

Macron signalisierte bei seiner knapp zweistündigen Grundsatzrede einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen Europa und Afrika. Der 39-Jährige erkannte ausdrücklich die „Verbrechen der Kolonisierung“ an. Er sicherte zu, dass die Justiz von Burkina Faso zu allen Dokumenten des vor 30 Jahren ermordeten Staatschefs Thomas Sankara Zugang bekommt. Sankara, der auch der „afrikanische Che Guevara“ genannt wurde, war im Oktober 1987 bei einem Putsch unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommen. Es gab immer wieder Spekulationen, die frühere Kolonialmacht Frankreich könnte ihre Hände im Spiel gehabt haben.

Dreitägige Afrikareise

Macron sprach ausführlich vom Kampf gegen den Terrorismus. Rund 4.000 französische Soldaten unterstützen Länder der Sahelzone gegen Terrorgruppen. Macron wird am Mittwoch beim EU-Afrika-Gipfel in der Elfenbeinküste erwartet. Seine dreitägige Afrikareise schließt er am Donnerstag mit einem Besuch in Ghana ab.

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meier
Vor der libyschen Küste geht die Schlepperei munter weiter. Pro WOCHE werden ca. 2000 bis 3000 illegale Migranten durch NGO’s und italienischer Küstenwache nach Italien gebracht. Gerade jetzt sind aktiv: – Sea watch 3 Jede Menge Unterstützungsschiffe: – Vos patience, Vos partner, wahrscheinlich Asso ventotto, Asso ventiquattro, Asso ventiquinque, Asso ventinove, Vos thalassa, usw. In der Woche vom 20 bis 26 November sind exakt 2026 illegale Migranten nach Italien gebracht worden. Herr Sellner belügt sich wohl selber, wenn er vom C Star effekt auf diversen Bühnen referiert. Da dürfte es sich wohl um eine Wahrnehmungstäuschung handeln. Manche heben leider sehr… Weiterlesen »