Nach Berichten über Misshandlung

Migration: Nigeria will schnellere Rückführung seiner Bürger

Bidl: flickr; Dirk Vorderstraße - Flugzeug-Start (CC BY 2.0)

Nach Berichten über die Misshandlung afrikanischer Flüchtlinge in Libyen will Nigeria die Rückführung seiner Bürger aus dem nordafrikanischen Land beschleunigen. Sein Land werde zwei Flugzeuge chartern, um 800 nigerianische Migranten in ihre Heimat zurückzufliegen, sagte der nigerianische Außenminister Geoffrey Onyeama am Samstag bei einem Besuch in der libyschen Hauptstadt Tripolis.

Die Flüge fänden in den kommenden Tagen statt und seien für diejenigen Nigerianer gedacht, die sich eine Heimkehr wünschten. Onyeama hatte zuvor nach eigenen Angaben zwei Haftanstalten für Migranten in Libyen besucht und dort mit einigen seiner Landsleute gesprochen. „Die Wahrheit ist, dass viele dieser Nigerianer hier viel gelitten und eine extrem traumatisierende Erfahrung gemacht haben“, sagte er. Sein Ziel sei es nun, diese Menschen „so schnell wie möglich nach Hause zu bringen“.

Sklavenhandel

Der Minister räumte zugleich ein, dass es schwierig sei, die Zahl seiner Landsleute in Libyen zu bestimmen, weil manche auf freiem Fuß seien und andere in Haftanstalten, die nicht von den libyschen Behörden kontrolliert würden.

Im Transitland Libyen sitzen viele Menschen aus afrikanischen Ländern südlich der Sahara unter Bedingungen fest, die von internationalen Organisationen als menschenunwürdig kritisiert werden. Entsetzen hatte vor ein paar Wochen ein Bericht des US-Fernsehsenders CNN ausgelöst, demzufolge Migranten in Libyen auf Märkten wie Sklaven verkauft wurden.

Wöchentlich 250 Migranten aus Libyen

Nigeria hatte daraufhin zugesichert, wöchentlich 250 Migranten aus Libyen zurückzuholen. In der Vergangenheit hatte die EU dem Land immer wieder vorgeworfen, die Rückführung von illegal nach Europa eingewanderten Nigerianern nicht zu unterstützen.

Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterShare on LinkedInShare on VKShare on TumblrEmail this to someone

Peter Lüdin

Die wollen nicht nach Hause, die wollen nach wie vor in die hiesigen Sozialsysteme.

Ulf

Wozu also das alles?
Die Heimat dieser Menschen will sie zurück.
Europa braucht sie erstens nicht und zweitens sind sie nicht willkommen.
Sie selbst begeben sich auf einen gefährlichen Weg der oft genug mit dem Tod endet.
Das alles ist der Asylindustrie, den „Architekten einer neuen Welt“, aber völlig egal. Die wollen ihren Plan gegen diese Menschen, gegen Afrika und gegen Europa durchziehen!