Zukunft der SPÖ-Wien

Ludwig und Schieder einzige Kandidaten für Häupl-Nachfolge

Bildquelle: APA

Um die Nachfolge des scheidenden Bürgermeisters und Wiener SPÖ-Obmanns Michael Häupl werden – so wie erwartet – zwei Kandidaten rittern. Es sind dies Wohnbaustadtrat Michael Ludwig und der geschäftsführende SPÖ-Parlamentsklubchef Andreas Schieder. Das teilte die Partei am Montag nach der Sitzung der Wahlkommission mit. Fünf weitere Bewerber wurden nicht zugelassen.

Sie seien von der Wahlkommission nicht auf den Wahlvorschlag gesetzt worden, da vier davon nicht Mitglieder der SPÖ seien und einer die Mitgliedschaft nur für die Bewerbung beantragt habe, hieß es. Beim Sonderparteitag der Stadt-Roten am 27. Jänner werden somit nur die Namen Ludwig und Schieder auf dem Stimmzettel stehen.

Gewerkschaft mehrheitlich hinter Ludwig

Spontane Kandidaturen am Parteitag sind theoretisch noch möglich. Die Hürde dafür ist jedoch hoch: Ein Bewerber bräuchte eine Zweidrittelmehrheit der rund 1.000 Delegierten, um überhaupt zur Abstimmung zugelassen zu werden.

Die Gewerkschaft steht im Rennen um den neuen Wiener SPÖ-Chef offenbar mehrheitlich hinter Ludwig. Eine interne Abstimmung im Präsidium habe eine „klare Mehrheit“ für Ludwig ergeben, bestätigte der Wiener FSG-Chef Christian Meidlinger am Montag gegenüber der APA entsprechende Berichte von „Kurier“ und „Presse“. Konkrete Zahlen wollte er nicht nennen.

Macht der Gewerkschaft

Die Abstimmung im Wiener FSG-Präsidium, das aus 20 Spitzenfunktionären besteht, erfolgte nach einem Hearing beider Kandidaten. Auch unter den Parteitags-Delegierten der Gewerkschaft gibt es laut Meidlinger eine Mehrheit für Ludwig. Er selbst werde ebenfalls den Wohnbaustadtrat wählen. Es handle sich um zwei „hervorragende Kandidaten“, ausschlaggebend sei jedoch Ludwigs „kommunalpolitische Haltung“ gewesen. Die Gewerkschaft werde allerdings keine Wahlempfehlung an ihre Delegierten aussprechen, sagte Meidlinger.

Die Gewerkschaft hat beim Duell zwischen Ludwig und dem geschäftsführenden Parlaments-Klubobmann Andreas Schieder um den Chefposten in der Wiener SPÖ ein gewichtiges Wort mitzureden. Immerhin stellt sie 120 von knapp 1.000 Delegierten am Parteitag.

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