"Nie gekanntes Ausmaß der Gewalt"

Calais: Migrantengewalt außer Rand und Band

Bild: APA

Nach schweren Auseinandersetzungen zwischen Migranten in Calais hat Frankreichs Innenminister Gerard Collomb ein nie gekanntes Ausmaß der Gewalt beklagt. Die Situation für die Einwohner der Hafenstadt am Ärmelkanal sei unerträglich.

Collomb war nach den Zusammenstößen am Donnerstag nach Calais gereist. Bei mehreren Auseinandersetzungen zwischen afrikanischen und afghanischen Migranten waren um die 20 Menschen verletzt worden; vier Migranten schwebten nach Schussverletzungen in Lebensgefahr. Das Innenministerium hatte mitgeteilt, dass vermutlich ein Afghane auf eine Gruppe Eritreer geschossen habe. Wie es zu den Auseinandersetzungen kam, ist noch offen. Vor Journalisten bekundete Collomb in der Nacht auf Freitag, dass die Lage außer Kontrolle geraten sei:

„Wir können nicht das Recht des Stärkeren in unserem Land herrschen lassen.“

Calais: Seit Jahren ein Hotspot

In Calais sammeln sich seit Jahren Migranten, die illegal nach Großbritannien gelangen wollen. Der Staat hatte im Oktober 2016 ein riesiges inoffizielles Asylcamp geräumt und verhindert seitdem die Entstehung neuer Elendslager. Trotzdem halten sich nach Schätzungen mehrere Hundert Migranten in der Region an. Wie Info-DIREKT berichtete, bezahlt auch Großbritannien seinen Nachbarn Frankreich für den Grenzschutz an der Meerenge von Calais.

Sogar Sprecher von Pro-Asyl-NGOs bestätigen nun die prekären Bedingungen in Calais. So verwies Francois Guennoc von der Organisation L’Auberge des Migrants im Sender BFMTV darauf, dass afghanische Schlepper in Calais versuchen, für die Migranten wichtige Orte zu kontrollieren.

 

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Peter Lüdin

Nachdem sich die “traumatisierten Kriegsflüchtlinge“ in Europa auf Kosten der Steuerzahler erholt haben, sind sie wieder voller Tatendrang und dreschen/schiessen aufeinander ein. Den Tatendrang sollten sie besser in ihren Herkunftsländern einbringen und daher schnellsten wieder dorthin verschwinden.