Die Aufarbeitung der Corona-Jahre geht zwar schleppend voran, bringt jedoch immer wieder neue Details ans Licht, die die Behauptung, alle Maßnahmen seien „alternativlos“ gewesen, schwer erschüttern. Aktuelle Auswertungen der RKI-Protokolle und eine neue Stellungnahme der WHO legen nahe: Viele Grundrechtseingriffe wurden nicht aus Unwissenheit, sondern trotz gegenteiliger wissenschaftlicher Erkenntnisse von den Regierungen durchgesetzt.
Ein Kommentar von Christoph Grubbinder
Ein Video des oberösterreichischen YouTubers Schnipes aka Tom lässt die Entscheidungsprozesse des damaligen Ex-Gesundheitsministers Rudi Anschober (Grüne) im Frühjahr 2020 in einem schlechten Licht dastehen. Anschober behauptet zwar weiterhin, die Lockdowns seien ein notwendiges Mittel gewesen, zur Faktenlage passen diese Aussagen jedoch nicht, wie Schnipes aka Tom in seinem jüngsten Video nachweist:
Bereits Mitte März 2020 – zeitgleich mit dem ersten harten Lockdown in Österreich – hielten die Experten des RKI intern fest, dass die Gefahr für die Bevölkerung eher als „gering“ einzustufen sei. Zudem war bereits im Februar bekannt, dass Kinder keine maßgeblichen Treiber des Infektionsgeschehens waren. Auch die Wirksamkeit von Masken für die Allgemeinbevölkerung wurde intern früh bezweifelt, bevor sie zur politischen Pflicht wurden. Dennoch hielten die Regierungen an ihren totalitären Maßnahmen fest. Die psychischen, sozialen und finanziellen Folgen davon sind bis heute spürbar.
Das Dogma der Krankenhaus-Überlastung
Das Hauptargument für die massiven Freiheitsbeschränkungen war stets die drohende Überlastung des Gesundheitssystems. Daten des österreichischen Rechnungshofes und des deutschen Statistischen Bundesamtes zeigen jedoch für das Jahr 2020 eine historische Unterbelegung der Krankenhäuser. In Österreich lag die Auslastung teilweise bei einem Jahrzehnttief von rund 43 Prozent.
Interne RKI-Dokumente vom Mai 2020 hielten sogar fest, dass juristisch geprüft werden sollte, ob Covid-19 überhaupt eine derartige Relevanz für das Gesundheitssystem habe, dass die getroffenen Maßnahmen adäquat blieben. Wie Schnipes alias Tom in seiner Analyse darlegt, wurden diese fachlichen Zweifel nicht in die öffentliche Kommunikation der Krisenstäbe übernommen. Wer dennoch Kritik an den Entscheidungsprozessen und Maßnahmen äußerte, wurde vom Establishment als „rechtsextrem“, „Schwurbler“ und „Lebensgefährder“ gebrandmarkt.
WHO-Distanzierung und politische Verantwortung
Auch auf internationaler Ebene bröckelt die Front der Corona-Fetischisten. Der EU-Abgeordnete Gerald Hauser (FPÖ) verweist in diesem Zusammenhang auf aktuelle Entwicklungen innerhalb der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Laut Hauser distanzierten sich WHO-Vertreter jüngst von pauschalen Grenzabriegelungen und verpflichtenden digitalen Impfzertifikaten, da diese weder wissenschaftlich fundiert noch verhältnismäßig gewesen seien.
Kritiker werfen der EU-Kommission und den nationalen Regierungen vor, die Pandemie für eine forcierte Digitalisierung und Überwachung genutzt zu haben, anstatt rein medizinischen Notwendigkeiten zu folgen. Die Kosten dieser Politik sind immens: Allein in Österreich verursachte jeder Lockdown-Tag für die Allgemeinheit laut Schätzungen Schäden in Höhe von über 100 Millionen Euro.
Die Forderung nach lückenloser Aufklärung
Diese teilweise neuen Erkenntnisse sind Wasser auf die Mühlen jener Menschen, die unermüdlich die Corona-Aufklärung vorantreiben. Immer mehr kommt nun ans Tageslicht, dass die Regierenden ein hohes Interesse daran hatten, das Volk in Angst und Schrecken zu versetzen, um – entgegen den Einschätzungen der Experten – ihre totalitären Corona-Maßnahmen durchzusetzen. All das liefert wichtige Erkenntnisse für kommende Untersuchungsausschüsse.






