Nach dem gestrigen Ausscheiden der CDU aus dem Landtag in Mecklenburg-Vorpommern (MV) sollte nun auch innerhalb der AfD allen klar sein, dass man sich dieser pseudokonservative Partei nicht mehr andienen braucht.
Ein Kommentar von Karl Sternau
In MV verpasste die Kanzlerpartei mit 4,9 Prozent den Einzug in den Schweriner Landtag. Verantwortlich dafür ist neben der schwachen Leistung von CDU-Kanzler Friedrich Merz, der seine Wahlversprechen in Rekordzeit brach, sicher auch der „Siegmund-Effekt“. Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt am 6. September lag die CDU noch bei 8-10 Prozent, danach plötzlich nur mehr bei sechs bis sieben Prozent. Die Wählerwanderung zeigt, dass die Partei vor allem an die AfD und die SPD verloren hat.
Kein Verlust
Um es klar zu sagen: Das Ausscheiden der CDU ist kein Verlust für Patrioten und kein Verlust eines möglichen Koalitionspartners für die AfD. Denn die CDU wollte diesen Weg („Brandmauer“) und zeigt weiterhin kein Interesse daran, mit echten Patrioten zusammenzuarbeiten. Wer also beklagt, dass MV wohl in Zukunft von einem SPD-LINKE-Grüne-Bündnis regiert wird, der soll bedenken, dass die CDU bisher in keinem Bundesland linke Politik verhindert hat. Das Gegenteil ist sogar der Fall, dort wo sie es in die Regierung schaffte, stellte sie oft sogar an die Spitze linker Gesellschaftspolitik. Bestes Beispiel dafür ist Berlin, wo die CDU bisher den Bürgermeister stellte. Aber auch in Bayern schwingt CSU-Ministerpräsident Söder fröhlich die Regenbogenfahne und kämpft gegen die AfD.
Der CDU keinen Platz mehr lassen
Auch, wenn es mir schwer fällt, spare ich mir hier die Schadenfreude über den Niedergang der CDU. Stattdessen will ich darauf hinweisen, dass sich die CDU während einer Ampelkoalition in MV wieder etwas erholen könnte, falls es hier gelingt, sich nun wieder als "vernünftige, konservative mitterechts Partei" zu inszenieren. Im Bund ist der CDU das schon einmal gelungen. Dass ihr das in MV auch gelingt, ist nach diesem katastrophalen Ergebnis für die Kanzlerpartei und dem starken Abschneiden der AfD jedoch unwahrscheinlich. Die Stimmen innerhalb der AfD, dass man auf die CDU Rücksicht nehmen müsste, weil man ja einen Koalitionspartner brauche, werden nun hoffentlich weniger. Die CDU hat keine Zukunft mehr, sie künstlich am Leben zu halten, wäre ein Fehler. Schließlich wusste schon Friedrich Nietzsche:
„Was fällt, das soll man auch noch stoßen!“
Ausführliche Wahlanalyse
Heute Abend um 20 Uhr senden wir einen "Info-DIREKT Live-Podcast" mit Politanalyst Daniel Fiß, der die beiden Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern im Gespräch mit Michael Scharfmüller analysieren wird. Die Sendung startet um 20 Uhr am "Info-DIREKT YouTube-Kanal":






