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René Aust fordert Strukturreform innerhalb der AfD

30. März 2026 / Deutschland

René Aust fordert Strukturreform innerhalb der AfD
Bild René Aust (AfD): Info-DIREKT

Um nachhaltig erfolgreich zu sein, müsse die AfD die Vielzahl ihrer Gremien überdenken und endlich einen Generalsekretär installieren, fordert René Aust, Leiter der AfD-Delegation im EU-Parlament, auf der Plattform X.

Ein Beitrag von Thomas Steinreutner

Während viele Patrioten immer wieder die Führungsspitze der AfD kritisieren, macht EU-Abgeordneter und ESN-Vize René Aust auf eine zusätzliche Ebene aufmerksam, die zumindest teilweise wie Sand im Getriebe der Partei wirken.

Auf der Plattform X erklärt Aust, dass es auf es Bundesebene der Partei eine Strukutr von mindestens sechs Gremien gebe. Dabei handelt es sich um den Bundesvorstand (BuVo), den Bundesparteitag, den Konvent, die Bundesfachausschüsse, die Bundesprogrammkommission, die Landessprecherkonferenz). Hinzu kämen noch die die Gremien der Bundestagsfraktion. Aust sieht darin den Grund dafür, dass „viel zu häufig Dinge nebeneinander, gegeneinander, aneinander vorbei“ liefen. Dass sei auch die „Ursache dafür, dass wir bei plötzlichen Ereignissen zu lange für eine Parteilinie brauchen und Kakophonie nach außen zwangsläufig“ folge.

Ein Struktur- und kein Personalproblem


Die Personenzusammensetzung in den Gremien sei dabei fast egal, da „die Strukturen zwangsläufig zu ineffektiven Prozessen“ und „suboptimalen Ergebnissen“ führen würden. Dabei betont Aust ausdrücklich:
„Das liegt nicht an den Personen — es liegt an den Strukturen!“

Um seinen Punkt zu verdeutlichen zitiert er den US-amerikanischer Qualitätsmanagement-Pionier Edwards Deming:
„Gegen ein schlechtes System hat selbst ein guter Mensch keine Chance.“

Das sei auch der Grund, weshalb er mit Kritik an den Mitgliedern des Bundesvorstands der AfD immer milde sei. Aust wörtlich: „Bei den gegebenen Strukturen könnte ich es nicht besser — und ich behaupte: niemand kann das.“

Forderung nach Generalsekretär


Aus Sicht von Aust, sei es“geradezu verrückt“, dass sich Bundesvorstandsmitglieder wöchentlich bis ins kleinste mit kleinen Details von Alltäglichem auseinandersetzen müssten. Das gebe es zurecht nirgendwo - auch nicht bei der FPÖ. Was es hingegen tatsächlich brauche, sei ein Generalsekretär, so der Thüringer. Dieser hätte die Aufgabe, politische Alltagsaufgaben zu bewältigt, zwischen Landesverbänden sowie zwischen Strömungen innerhalb der Partei Kompromisse zu erarbeiten bevor diese auf Bundesparteitagen eskalieren. Zudem sollte der Generalsekretär auch das notwendige Konfliktmanagement übernehmen. Dass die AfD als umfragenstärkste Partei der größten Volkswirtschaft Europas noch immer keinen Generalsekretär habe, sei „eine Zumutung“, so Aust.

Dazu bringt Aust ein Beispiel, weshalb tatsächlich rascher Handlungsbedarf besteht:

„Man stelle sich vor, wir schreiben das Jahr 2029: Bundesvorstandsmitglieder sind natürlich in irgendeiner Form an der Regierungsarbeit beteiligt — und müssen sich gleichzeitig um internen Kleinkram kümmern, statt sich ihrer eigentlichen Aufgabe zu widmen: die strategischen partei­politischen Leitlinien zu setzen, die in Übereinstimmung gebracht werden sollte mit der Regierungspolitik. Irre!“

Am Ende seines X-Posting verdeutlicht Aust seinen Standpunkt noch einmal:
„Personaldebatten sind das Symptom — Strukturreform ist die Therapie.“

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