Drogenkonsumräume - rein auf dem Papier betrachtet scheint dieses Modell zu funktionieren. Es gebe dadurch weniger Krankheiten, weniger Tote und mehr Kontrolle. Zumindest versuchen uns das linke Politiker und linke Wissenschaftler einzureden. In der Realität zeigt sich jedoch ein ganz anderes Bild.
Ein Kommentar von Thomas Steinreutner aus dem Magazin Info-DIREKT mit dem Schwerpunktthema "Stadtbilder - Vom Freiheitstraum zum Schreckgespenst"
Frankfurt als warnendes Beispiel
Ein Blick in die sogenannten Wasserstraßen rund um den Hauptbahnhof in Frankfurt am Main reicht aus, um zu sehen, dass Drogenkonsumräume und ähnliche Einrichtungen in Problemvierteln wie Brandbeschleuniger wirken. Anstatt wenigstens zu versuchen, den Verkauf und den Konsum von illegalen Drogen einzudämmen, wird Drogenmissbrauch mit Steuergeldern unterstützt. Linke Studien behaupten nämlich, dass es den Drogenkonsum sicherer machen würde, wenn Drogenkonsumenten ihren Stoff auf Steuerzahlerkosten testen lassen können und mit kostenlosen Konsumutensilien wie Spritzen, Röhrchen und Cracklöffeln ausgestattet werden.
Polizeischutz für Straßenreiniger
Wenig überraschend ziehen solche Einrichtungen nicht nur Drogenabhängige, sondern auch Dealer und sonstige Kriminelle an. Die Polizei schreitet hier meist erst ein, wenn Blut fließt, ansonsten beschränkt man sich auf „Deeskalation“ und Begleitschutz für die Straßenreiniger, die jeden Morgen zumindest für ein paar wenige Stunden wieder Ordnung herstellen, bevor bald wieder alles in Schmutz und Uringestank untergeht.
Fragwürdige Studien
Studien bewerten Drogenkonsumräume trotzdem äußerst positiv. Methodisch wirken die entsprechenden Arbeiten auf den ersten Blick sauber. Beim genaueren Hinsehen fällt jedoch sofort auf, dass sich hier linke Ideologen die Realität zurechtbiegen. So werden als positive Indikatoren sinkende Infektionszahlen und Todesfälle genannt und die hohe Nachfrage nach kostenlosem Drogenbesteck als Erfolgsbeleg gewertet.
Dass rund um die Drogenräume die Beschaffungskriminalität, die Gewalttaten und die illegale Prostitution steigen, wird dabei jedoch meist vernachlässigt. Es wird hauptsächlich das Wohlbefinden der Drogenkonsumenten in den Mittelpunkt gestellt. Die Bedürfnisse der Menschen, die in solchen Gegenden wohnen oder arbeiten müssen, die dort Immobilien besitzen oder Geschäfte betreiben, werden von linken Wissenschaftlern und Politikern ausgeblendet oder kleingeredet. So entsteht auf dem Papier ein sauberes Ergebnis, das mit der dreckigen Realität auf der Straße wenig zu tun hat.
Staat untergräbt seine eigene Autorität
Befürworter nennen diese Vorgangsweise Schadensbegrenzung. In Wahrheit werden Schäden dadurch aber nicht begrenzt, sondern konzentriert. Dabei untergräbt der Staat seine eigene Autorität, weil er ein Verhalten mit Steuergeldern fördert, das per Gesetz verboten ist. Damit profitieren von den Drogensüchtigen nicht nur Dealer, sondern mutmaßlich auch linke Vereine, die auf Steuerzahlerkosten fragwürdige Einrichtungen betreiben.
Ein Blick nach Graz
So gesehen verwundert es nicht, dass auch das kommunistisch geführte Graz Drogenkonsumräume einrichten möchte. Interessant daran ist jedoch, dass der Vorschlag dazu vom KFG kam, also einem Gemeinderatsklub, der sich von der FPÖ abgespalten. Bei der Gemeinderatswahl am Sonntag tritt Ex-FPÖ-Politiker und Ex-KFG-Chef Alexis Pascuttini übrigens für die NEOS an.
Dass Drogenkonsumräume in Graz bisher noch nicht umgesetzt wurden, liegt wohl am Suchtmittelgesetz, das auf Bundesebene erst geändert werden müsste. Die schwarz-rot-pinke Regierung wird dem Ansinnen vermutlich nicht lange im Weg stehen, schließlich ist die ÖVP bei linken Ideologieprojekten meist ganz vorne mit dabei.
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