Ein altes Versprechen lautete einst: „Stadtluft macht frei!“ Heute ist davon meist nichts mehr übrig, wie am Beispiel Berlin zu sehen ist. Nun werden die Straßenzüge und Wohnblocks von fremden Gerüchen dominiert. Frei fühlen sich hier meist nur mehr Menschen, die sich nicht an unsere Sitten und Gesetze halten und vom Staat dazu auch nicht nachdrücklich angehalten werden.
Ein Kommentar von Thomas Steinreutner aus dem aktuellen Magazin Info-DIREKT zum Schwerpunkt Stadtbilder
Flucht in den Speckgürtel
Immer mehr Familien ziehen deshalb - wenn es sich irgendwie einrichten lässt - an den Rand der Ballungszentren. In den Speckgürtel, wo Wohnungen und Grundstücke teuer sind, aber in den Schulen noch mehrheitlich Deutsch gesprochen wird. Bemerkenswert ist, dass es längst nicht mehr nur autochthone Familien sind, die diesen Weg gehen. Auch Migranten, die in zweiter oder dritter Generation im Land leben, fliehen vor der Überfremdung und ihren Auswirkungen aus den Städten.
Zuzug ohne Zusammenhalt
Die vielen Stadtflüchtlinge sind jedoch für die Strukturen in den Speckgürtel-Gemeinden kein Segen. Der enorme Zuzug erfordert hohe Investitionen in die Infrastruktur. Straßen, Arztpraxen, Kindergärten, Schulen - alles muss rasch ausgebaut werden. Das, was kleine Gemeinden bisher auszeichnete - der gesellschaftliche Zusammenhalt - kann mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Der Lebensmittelpunkt vieler Stadtflüchtlinge bleibt nämlich die Stadt. Sie treten keinem Verein bei, gehen zu keinem Feuerwehrfest und kennen die Namen ihrer Nachbarn oft nicht. Gemeinschaften, die über Generationen gewachsen sind, werden so ausgehöhlt.
Ent- und überfremdete Dorfkerne
In den Dörfern, die weiter weg von den größeren Städten liegen, schaut es nicht viel besser aus. Einige Familien ziehen in den Speckgürtel, um nicht so weit in die Arbeit pendeln zu müssen. Viele ziehen auch aus den Dorfkernen hinaus, um auf grünen Wiesen moderne Häuser zu errichten. Die Dorfkerne sterben auch deshalb zunehmend aus. Was zurückbleibt, sind verwaiste Ortszentren. Von den günstigen Immobilienpreisen, den niedrigen Mieten und den leerstehenden Geschäftsflächen fühlen sich Migranten angezogen. Und so verwundert es nicht, dass es auf vielen Dorfplätzen mittlerweile ähnlich aussieht wie in größeren Städten: Kopftuchfrauen, Kebab-Läden, Barbershops und heruntergekommene Fassaden und Auslagen, um die sich niemand mehr liebevoll kümmert. Ein Migrantenanteil von 30 Prozent in den Volksschulen gehört auch am Land längst zur Normalität. Vorm Bevölkerungsaustausch und seinen negativen Folgen kann man eben nicht dauerhaft fliehen, sofern man kein Millionär ist.
ÖVP ist hauptverantwortlich
All das ist weder ein Zufall noch ein Naturgesetz. Es ist das Ergebnis einer Politik, für die in Österreich hauptsächlich die ÖVP verantwortlich ist, die seit 1987 beinahe durchgehend in der Bundesregierung ist, in vielen Bundesländern seit Jahrzehnten den Landeshauptmann und in vielen Gemeinden seit 1945 den Bürgermeister stellt.
Weitere Infos
Mehr zum Thema Stadtbilder lesen im 61. Magazin Info-DIREKT, das österreichweit über den Zeitschriftenhandel erhältlich. Zudem kann es weltweit bequem im Abo bezogen werden. Einzelhefte sind zudem bei EinProzent erhältlich.






