Gestern war FPÖ-Chef Herbert Kickl im ORF-Sommergespräch zu Gast. Dabei zeigte er, was ihn für Österreich so wertvoll macht: Er war der einzige Parteichef, der den Willen und die Fähigkeit besitzt, sich dem linken Framing der ORF-Moderatorin und der Deutungshoheit des durch Zwangsgebühren finanzierten Senders entgegenzustellen.
Ein Kommentar von Michael Scharfmüller
Im Unterschied zum farb-, ideen- und erfolglosen ÖVP-Chef und Bundeskanzler Christian Stocker übernahm Kickl die Ansichten der linken Journalistin nicht, sondern wies ihre ideologischen Übergriffe klar in die Schranken. Dadurch legte er auch offen, wie tief der ORF gedanklich, personell und emotional in der woken Wiener Boboblase gefangen ist.
Absurde Prioritätensetzung
Diese "Gefangenschaft" zeigte sich auch in der Themenauswahl und Schwerpunktsetzung der Sendung. Am längsten hielt sich ORF-Moderatorin Simone Stribl bei der "Identitären Bewegung" auf. Ganze 14 Minuten und 43 Sekunden versuchte sie, Herbert Kickl eine Distanzierung abzuringen - natürlich erfolglos.
Klima und Identitäre als Hauptthemen
Gleich zu Beginn der Sendung verbiss sich Stribl in das Sommerlieblingsthema vieler Linker: die angeblich menschengemachte Erderhitzung. Dabei agierte sie fast elf Minuten lang mehr wie eine politische Aktivistin als wie eine neutrale Moderatorin. Je energischer Stribl ihre „Weisheiten“ zum Besten gab, desto deutlicher konnte Kickl jedoch darlegen, weshalb er bei der Klimahysterie nicht mitspielt, die den Wohlstand in Österreich völlig sinnlos gefährde.
Hohes Interesse an AfD-Positionierungen
Besonders interessierte sich die ORF-Moderatorin auch für angebliche Positionen der AfD. Anstatt den FPÖ-Chef zu den Vorstellungen seiner eigenen Partei und zu aktuellen Problemen in Österreich zu befragen, verschwendete sie fast sieben Minuten mit diesem Themenblock.
Kein Interesse für neues Remigrationsgesetz
Über Remigration wurde hingegen nicht einmal zwei Minuten gesprochen, obwohl Kickl hier mit einer neuen freiheitlichen Initiative aufhorchen ließ. Im Herbst will die FPÖ nämlich ein eigenes Remigrationsgesetz im Nationalrat einbringen. Über den Bevölkerungsaustausch und seine verheerenden Auswirkungen auf das Leben in Österreich wollte Stribl trotzdem nicht sprechen.
Kaum Zeit für echte Sachthemen
Von den aktuell drängenden Sachfragen griff die ORF-Moderatorin nur das Pensionsantrittsalter und die Wehrdienstreform auf. Die massive Teuerung, die EU-Bevormundung, der Krieg in Europa, die ORF-Zwangsabgabe und viele andere Themen, die die Menschen in Österreich tatsächlich bewegen, fanden im Sommergespräch keinen Platz.
Stattdessen wurde Kickl am Ende der Sendung mit dem bereits mehrfach aufgewärmten Vorwurf konfrontiert, er habe bei einer Rede eine Ohrfeigengeste angedeutet. Dafür wurden nochmals fast drei Minuten verwendet. Für mögliche Koalitionen nach der nächsten Nationalratswahl blieben schließlich nur etwa zwei Minuten.
Unwillig und unfähig
Bei diesem Sommergespräch haben der ORF und Simone Stribl nicht Herbert Kickl vorgeführt. Sie haben den Zwangsgebührenzahlern erneut eindrucksvoll bewiesen, dass man am Küniglberg weder willens noch fähig ist, möglichst objektive und ausgewogene Berichterstattung zu liefern. Das dürfte inzwischen nicht nur ein ideologisches, sondern auch ein handwerkliches Problem sein. Andere Sender können das längst besser und zwar ohne dafür mit Zwangsgebühren über Wasser gehalten zu werden.






