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Sorge um ServusTV: Wird aus dem Sender nun ein Mainstream-Kanal?

24. März 2026 / Medien

Sorge um ServusTV: Wird aus dem Sender nun ein Mainstream-Kanal?
Bilder Ferdinand Wegscheider und Servus-TV: Info-DIREKT

Seit dem Abgang von Ferdinand Wegscheider als Programmchef im November 2025 häufen sich kritische Stimmen zur Entwicklung von ServusTV. War der Salzburger Sender unter Wegscheider ein erfrischender Gegenpol zur Einheitsmeinung, fragen sich immer mehr Zuseher: Wohin steuert ServusTV?

Ein Kommentar von Christoph Grubbinder

Auslöser der jüngsten Debatte ist ein rund 30-minütiges Interview mit Ex-Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zum Iran-Krieg. Politblogger Gerald Markel, der die Diskussion mit einem Posting anstieß, kritisiert, dass Kurz unwidersprochen den Angriffskrieg gegen den Iran „begrüßen“ und verharmlosen durfte - ohne scharfe Nachfragen, ohne kritisches Hinterfragen. Kurz habe in aller Ruhe seine Pro-Israel- und Pro-Kriegs-Linie ausbreiten können, während die Moderatorin freundlich lächelnd daneben saß.

Pikant dabei: Kurz, der Österreich vor sechs Jahren in die Lockdowns führte und dessen Umfeld von „The New Normal“ fantasierte, macht heute gemeinsam mit israelischen Partnern internationale Geschäfte im Bereich KI-Überwachung und „Sicherheitstechnik“. Sein „väterlicher Freund“ Benjamin Netanjahu wird mittlerweile mit internationalem Haftbefehl gesucht.

Schleichende Veränderung seit Wegscheiders Abgang


Doch das Kurz-Interview ist nur das jüngste Symptom einer Entwicklung, die aufmerksame Zuseher seit Monaten beobachten. Seit Wegscheiders Abgang in den Ruhestand im November 2025 habe sich der Kurs des Senders merklich verändert, so Markel. Das sei daran zu merken, dass immer öfter Klimathemen in der Berichterstattung auftauchen und einst scharfe Debatten-Formate zu höflichen Plauderstunden der Medienblase mit „gesellschaftsfähigen“ Teilnehmern verkommen seien.

Bereits die ServusTV-Dokumentation zum Fall Pilnacek hatte aufmerksame Beobachter stutzig gemacht. Das Ende der Doku war erstaunlich nahe an die Erzählungen der ÖVP angelehnt. Vor einigen Wochen kam zudem die linksradikale "Rechtsextremismus-Expertin" Natascha Strobl in einem Beitrag ausführlich und unwidersprochen zu Wort.

Für Beobachter ist das ein bemerkenswerter Kurswechsel eines Senders, der von vielen als Speerspitze der kritischen Berichterstattung in Österreich und darüber hinaus wahrgenommen wurde. Beim ServusTV-Publikum soll dieser Kurswechsel nicht gut ankommen, wie Markel anhand der Zugriffszahlen auf YouTube festgestellt haben will, die gemäß seiner Beobachtungen deutlich zurückgegangen sein sollen.

Personalproblem: Zu viele linke Redakteure


Ob der angebliche Kurswechsel tatsächlich mit dem Abgang von Wegscheider zu tun hat, oder ob die ServusTV-Seher seither das Programm des Senders mit kritischeren Augen beobachten, kann nicht abschließend festgestellt werden. Aus ServusTV-Kreisen ist jedoch zu hören, dass der Sender seit Jahren Schwierigkeiten hat, Redakteure zu finden, die nicht der links-woken Medienblase entstammen - und wer hauptsächlich auf linke Journalisten zurückgreifen muss, kann eben auch keine kritische Berichterstattung abliefern.

Für Gerald Markel ist klar, dass ServusTV ein Geschenk des 2022 verstorbenen Red-Bull-Chefs Dietrich Mateschitz an die Meinungsfreiheit war. Durch seine erfrischend kritische Berichterstattung hatte ServusTV im ganzen deutschen Kulturraum ein Alleinstellungsmerkmal. Wenn sich der Sender nun aber immer weniger vom ORF unterscheidet, darf bezweifelt werden, ob die Familie Mateschitz ServusTV weiterhin finanziert, so der Politblogger. Markels Appell an die Verantwortlichen von ServusTV:

„Ihr lebt nicht von Zwangsgebühren. Ihr lebt von der Akzeptanz des Publikums, das keinen neuen Sender für Abonnenten des betreuten Denkens sehen will.“

Die Wochenkommentare von Ferdinand Wegscheider sind übrigens weiterhin zu sehen: Der Wegscheider in der Mediathek bei ServusTV On

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