„Ab nach Hause“ – so heißt das neueste Werk von Polit-Kommentator Gerald Grosz, das er gemeinsam mit FPÖ-Chef Herbert Kickl an einem symbolträchtigen Ort vorgestellt hat.
Ein Kommentar von Joachim S. Bauer
Am Donnerstag versammelte sich die Presse an einem Ort, der für Buchpräsentationen eher ungewöhnlich ist: Am Flughafen Wien-Schwechat, Drehscheibe für Flüge nach ganz Europa, wurde gezeigt, wohin die Reise geht. Mit „Ab nach Hause“ fordert Erfolgsautor Grosz auf 180 Seiten eine radikale Asyl- und Migrationswende.
Millionen illegale Migranten kamen nach Europa
9,3 Millionen illegale Migranten sind nach Europa gekommen, begünstigt durch politische Entscheidungen und großzügige Sozialleistungen. Die negativen Auswirkungen auf Sozialsysteme, Sicherheit, Justiz, Bildung, Wirtschaft und gesellschaftlichen Zusammenhalt sind bekannt.
Kehrtwende statt Schönheitsmaßnahmen
Die Konsequenz: Politische Maßnahmen zur „Reparatur“ der Gesellschaft müssten ergriffen werden, darunter Rückführungen von Menschen, die keinen Beitrag leisten, sowie eine stärkere Betonung von Leitkultur und nationaler Identität. Dafür wurden Interviews mit bedeutenden politischen Akteuren aus dem migrationskritischen und konservativen Spektrum angeführt, darunter Vertreter aus Österreich, Italien, Deutschland sowie weitere prominente Personen.
Nicht nur Probleme, sondern Lösungen aufzeigen
Im Buch stellt Grosz die Frage:
"Diskutiert man weiter über das Migrationschaos, findet man sich mit dem Wahnsinn ab, schimpft weiter, surft auf der Welle der Empörung?“
Seine Antwort:
„Man handelt!“
Man repariere die Gesellschaft, man führe hunderttausende Menschen aus Österreich und Millionen Menschen aus Deutschland, die keinen Beitrag zum Wohlstand und zum Erhalt der Systeme leisten, zurück. Man investiere in Leitkultur und Identität.
Es sei „Zeit für Realität, es ist Zeit für Fakten, es ist Zeit für ein umfassendes, weit über die Migration hinausgehendes Konzept“. Dieses Konzept will Grosz liefern und verspricht Lösungen: Asylgrenze null, konsequenter Grenzschutz, Sachleistungen für Asylbewerber sowie das Ende von Familiennachzug, Heiratsnachzug und automatischen Einbürgerungen.
Volkspartei blinkt rechts und biegt links ab
Sowohl Grosz als auch Kickl nahmen die „Scheinkonservativen“ der ÖVP in die Pflicht. Von der restriktiven Zuwanderungspolitik bleibe am Ende nicht viel, sind beide überzeugt, denn die Volkspartei mache letztlich gemeinsame Sache mit links-liberalen Kräften. Deshalb hatte Grosz einen – angesichts aktueller Umfragewerte nicht unwahrscheinlichen – Auftrag für den FPÖ-Parteiobmann: Dessen Freiheitliche sollten die nächste Wahl so deutlich gewinnen, dass kein Koalitionspartner mehr nötig sei.
Flughafen-PK zeigt Weg in die Zukunft
„Ab nach Hause“ tritt als Nachfolger von „Merkels Werk – Unser Untergang“ in große Fußstapfen: Bis Jänner 2026 verkaufte es sich über 60.000 Mal und erreichte Platz zwei der Spiegel-Sachbuchliste. Auch Kickl zeigte sich begeistert: Es sei „solide recherchiert“, er habe es intensiv gelesen. Auch auf den Veranstaltungsort ging er ein und sprach von der symbolischen Bedeutung des Flughafens – nur gehe es diesmal in die umgekehrte Richtung, nämlich um den Erhalt von Identität, Kultur und Staat. Der FPÖ-Chef warnte vor der Islamisierung und dem Kippunkt der Demografie.
Grosz schließt mit der symbolträchtigen Präsentation seines neuen Buchs auf dem größten Flughafen Österreichs nahtlos an „Merkels Werk“ an: Während dort noch ausführlich die zahlreichen Probleme beschrieben wurden, soll „Ab nach Hause“ nun aufzeigen, wie gehandelt werden muss. Erworben werden kann das Buch um 22 Euro.






