In der oberösterreichischen Bezirkshauptstadt Eferding wurde ein Plakat, das sich gegen den Bau einer geplanten Moschee richtet, mit einem Messer aufgeschlitzt. Wer hinter der Sachbeschädigung steckt, ist bislang unbekannt. Der Vorfall zeigt jedoch bereits jetzt, welche Spannungen das umstrittene Bauprojekt in der Kleinstadt auslöst.
Ein Kommentar von Christoph Grubbinder
Hinter dem harmlos klingenden „albanisch-islamischen Kulturzentrum" in der Stephan-Fadinger-Straße im Zentrum der drittältesten Stadt Österreichs verbirgt sich ein Projekt, das bei näherer Betrachtung vor allem eines ist: eine Moschee. Der Bauherr, der Verein Xhamia Selam Eferding, trägt die Bestimmung bereits im Namen - „Xhamia" bedeutet auf Albanisch nichts anderes als Moschee. Auch die albanische Sektion der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGÖ) bezeichnet die bestehenden Räumlichkeiten des Vereins in der Ledererstraße ausdrücklich als Moschee. Der geplante Neubau soll 38 Meter lang und 8 Meter hoch werden, mit einer Bruttogeschossfläche von rund 1.000 Quadratmetern. Der mit Teppichboden ausgelegte „Veranstaltungssaal" ist in den Bauplänen durch einen auffälligen Knick exakt Richtung Mekka ausgerichtet.
Bürger übergangen, Kritiker diffamiert
Statt die Anrainer frühzeitig einzubinden, wurden diese erst kurz vor der wasserrechtlichen Verhandlung informiert. Wer Bedenken äußerte - etwa wegen des Hochwasserschutzes, der massiven Flächenversiegelung oder des zu erwartenden Verkehrsaufkommens -, dem wurde kurzerhand Ausländerfeindlichkeit unterstellt. Es ist ein bewährtes Muster: Kritik am politischen Islam wird reflexartig als Rassismus abgestempelt, anstatt sich mit den sachlichen Einwänden auseinanderzusetzen.
Ein aufgeschlitztes Plakat als Symptom
Wer das Plakat gegen den Moscheebau mit einem Messer aufgeschlitzt hat, ist nicht bekannt. Naheliegend ist, dass es sich bei den Tätern entweder um Islamisten oder Linksextremisten handelt. Beide Gruppierungen haben zwei Gemeinsamkeiten:
- Sie befürworten den Bau von Moscheen.
- Sie wollen den Widerstand der Bevölkerung gegen die Islamisierung zum Schweigen bringen.
Zudecken und Stillhalten bis zur Wahl
Noch bevor der Bau der Moschee begonnen hat, sorgt sie bereits für Zwietracht in der Stadt. In den nächsten Monaten wird aber wohl versucht werden, keinen Staub rund um das Projekt aufzuwirbeln. 2027 steht nämlich die oberösterreichische Landtagswahl an, und die politisch Verantwortlichen dürften wenig Interesse daran haben, ein derart heikles Projekt unmittelbar vor einem Wahlgang durchzudrücken. Im Regelfall ist es nämlich allen Beteiligten - abgesehen von der ansässigen einheimischen Bevölkerung - lieber, wenn solche Projekte sang- und klanglos über die Bühne gehen. Steht die Moschee dann einmal, können alle Politiker beteuern, dass man jetzt leider nichts mehr machen könne ...






