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Top Leistung: Dafür hat sich Andi Babler Respekt verdient!

05. Oktober 2026 / Österreich

Top Leistung: Dafür hat sich Andi Babler Respekt verdient!
Bild Andreas Babler (SPÖ): Info-DIREKT

Die SPÖ liegt am Boden. In aktuellen Umfragen kommt die einstige Kanzlerpartei teilweise nur noch auf 15 Prozent. Fast die gesamte Partei wollte deshalb ihren Chef Andreas Babler loswerden. Trotzdem sitzt er noch immer im Sattel.

Ein Kommentar von Michael Scharfmüller

Eigentlich hat ganz Österreich damit gerechnet, dass Babler den Sonntag als Parteichef nicht überleben wird. Dass er sich trotzdem überhaupt so lange halten konnte, dürfte er auch den Parteistatuten verdanken, die er geändert hat. Dass er am Sonntag nicht abgeschossen wurde, spricht aber für weitere Qualitäten des immer noch amtierenden Parteichefs der SPÖ.

Für sich selbst wurde Babler aktiv


Als es sichtlich eng um ihn wurde, nahm er das Heft in die Hand. Er bestellte die roten Landesparteichefs, den roten Gewerkschaftschef und die Chefin der roten Frauenorganisation zu sich nach Wien. Einige der Eingeladenen machten kein Geheimnis daraus, dass Babler dieses rote Polittreffen nicht überstehen wird.

Die Überraschung war deshalb groß, als Babler gestern Abend vor die versammelte Presse trat, um über seine Erfolge zu sprechen, und den in der ersten Reihe sitzenden roten Landesparteichefs erklärte, dass er bis Ende des Jahres Parteichef und darüber hinaus als Minister Teil der Regierung bleiben wird.

Erst im neuen Jahr soll ihn der rote Finanzminister Markus „Paketsteuer“ Marterbauer als Vizekanzler und möglicherweise auch als Parteichef ablösen. Wobei es zu alldem nur Willensbekundungen, aber keine rechtlich bindenden Beschlüsse geben dürfte. Derzeit kämpft Marterbauer übrigens noch gegen eine Krebserkrankung. Die Behandlung soll im Dezember abgeschlossen sein.

Bablers Qualitäten


Es ist der SPÖ also nicht gelungen, ihren Vorsitzenden sofort vor die Tür zu setzen. Andreas Babler hat offensichtlich mehr Qualitäten, als man glaubt, zumindest, wenn es um seine eigene politische Karriere und sein eigenes finanzielles Auskommen geht. Das ist durchaus eine Leistung, die Respekt verdient, auch wenn sie moralisch mehr als fragwürdig ist. Würde Babler nämlich tatsächlich etwas an der SPÖ und/oder Österreich liegen, hätte er längst einsehen müssen, dass er es nicht geschafft hat, seine Partei zu stabilisieren oder Österreich wieder auf die Erfolgsspur zu bringen.

Wenn es um seine eigene Person geht, kann Genosse Babler aber offenbar doch Wunder bewirken. Wie er seine Genossen am Sonntag spontan von sich überzeugen konnte, blieb der Öffentlichkeit bisher verborgen. Denkbar ist vieles:

  • Vielleicht sahen seine Genossen ein, dass Babler doch Fähigkeiten hat, die für die Partei derzeit unverzichtbar sind.
  • Vielleicht verfügt Babler aufgrund seiner jahrzehntelangen Tätigkeit innerhalb der SPÖ aber auch über internes Wissen, dessen Bekanntwerden für den einen oder anderen Genossen unangenehm sein könnte. Ob derartiges Wissen bei den Verhandlungen überhaupt eine Rolle gespielt hat, ist freilich völlig offen.
  • Vielleicht ist es auch die Tatsache, dass es momentan in der SPÖ niemanden zu geben scheint, der Babler sofort ersetzen wollte. Auch Marterbauer musste angeblich erst dazu überredet werden, dass er nach seiner Krebstherapie einen Teil der Funktionen von Babler übernimmt.
  • Vielleicht ist die SPÖ aber auch so geschwächt, dass sie mittlerweile für geschasste Parteichefs keine Versorgungsposten mehr hat.
  • Vielleicht gab sich Babler aber auch mit keinem dieser Posten zufrieden.
  • Denkbar ist auch, dass niemand, der noch rote Versorgungsposten vergeben kann, Babler nehmen wollte. Sein bisheriger Bildungs- und Berufsweg zeugt nicht gerade von herausragender fachlicher Qualifikation.

Babler reitet die SPÖ zu Tode


So bleibt Babler Österreich wohl so lange als Minister für Medien, Sport und Wohnen erhalten, bis die Regierung endgültig zerfällt. Dann wird der rote Gaul, von dem sich Babler fast sein ganzes Berufsleben lang tragen lassen hat, endgültig zusammenbrechen. Neben ihm wird auch der schwarze Gaul in die Knie gehen. Im Unterschied zur SPÖ wird sich die ÖVP, oder zumindest ein Teil von ihr, aber in eine Regierung mit der FPÖ retten können, während die SPÖ an ihrem ewiggestrigen Klassenkampfgetöse ersticken wird. Andreas Babler hat die SPÖ dann nicht, wie von ihm angekündigt, gerettet, er hat sie dann nur endgültig zu Tode geritten.

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