Bei den olympischen Winterspielen in Italien ist Halbzeit. Nachdem ich letzte Woche mehr auf die deutsche Sportgeschichte geblickt habe, ist heute Österreich mit Ski-Star Hermann Maier dran.
Ein Sonntagsstück von Karl Sternau
Der 13. Februar war 1998 – genau wie vorgestern – ein Freitag. Hermann Maier ging als Favorit in das olympische Abfahrtsrennen und stürzte sehr schwer. Trotzdem trat Maier beim Super-G drei Tage später wieder an und gewann Gold.
„Herminator“
Die Olympiade in Nagano (Japan) machte Maier, der auch noch im Riesenslalom siegte, weltberühmt. Er bekam den Spitznamen „Herminator“ – angelehnt an die populäre Rolle „Terminator“ von Arnold Schwarzenegger. Beide traten in den USA zusammen auf und die Marke „Hermann Maier“ wurde ein Erfolg. Bei der Ski-WM in Beaver Creek (USA) holte Maier erneut zweimal Gold.
Schwerer Start in die Karriere
Der Start in die Karriere war für Maier holprig. Obwohl er ein großes Talent auf Skiern hatte, war er körperlich im Nachteil. Aufgrund einer Krankheit war er zu klein und zu schwach. Maier lernte den Maurerberuf, glaubte aber weiter an den Traum Skifahrer zu werden. Mit 23 Jahren konnte er endlich 1996 sein Weltcup-Debüt feiern. Der erste Sieg folgte ein Jahr später und er wurde in Rekordzeit zum Seriensieger.
Unglaubliches Comeback
Die erfolgreiche Karriere wurde durch ein Motorradunfall 2001, an dem Maier keine Schuld trug, plötzlich unterbrochen. Die Ärzte konnten eine Beinamputation verhindern; sein Zustand war lange instabil. Maier konnte aber zurückkehren. Im Januar 2003 fuhr er wieder ein Weltcup-Rennen und holte schon einen Monat später zwei Medaillen bei der Ski-WM in St. Moritz. Bis zum seinem Karriereende 2009 gelangen ihm noch zahlreiche Erfolge, wie der WM-Sieg im Riesenslalom 2005 und zwei Olympiamedaillen 2006. Heute lebte er mit seiner Familie in seinem Heimatort Flachau.
Hier kann eine Dokumentation über den „Herminator“ von 2022 angesehen werden:
Über die Sonntagsstücke:
Karl Sternau präsentiert jeden Sonntag ein mehr oder weniger geistiges Fundstück aus der weiten Welt des Internets. Sollte ein hier geteilter Link nicht mehr funktionieren, waren Sie mit Ihrer Lektüre zu spät dran. Über Rückmeldungen zu den Sonntagsstücken sowie Ideen für weitere Sonntagsstücke freuen wir uns: [email protected]






