Nach mutmaßlichen Giftgasangriff:

Trump will größere US-Militärintervention in Syrien

By Gage Skidmore from Peoria, AZ, United States of America (Donald Trump) [CC BY-SA 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons

Nach dem angeblich von der syrischen Regierung durchgeführten Giftgasangriff gab sich US-Präsident Trump bei einer Pressekonferenz bestürzt und gab den Befehl zum Luftangriff. Die UN-Botschafterin der USA droht gar mit einer größeren Intervention.

Wie CNN berichtet, zeigt sich der heftige Kritiker vergangener US-Außenpolitik Donald Trump nach der mutmaßlichen Giftgas-Attacke der syrischen Regierung erschrocken. Er bezeichnete den Vorfall als „verabscheuungswürdig“. Ebenso hätte sich seine Meinung zu Syriens Präsident Bashar al-Assad verändert. Zuvor gab der US-Außenminister Rex Tillerson in einem Statement bekannt, dass „keine Zweifel“ daran bestünden, dass die syrische Regierung für den Angriff verantwortlich sei.

Obamas „Rote Linie“

Trump bezeichnete eine Aussage Obamas aus dem Jahr 2012, dass die Verwendung chemischer Waffen durch die syrische Regierung eine „rote Linie“ darstelle, als „leere Drohung“ und warf der Obama-Administration vor, eine „große Gelegenheit“ verpasst zu haben, sich um Assad „zu kümmern“. Diese Verantwortung liege jetzt auf Trumps Schultern und er würde sie mit Stolz tragen.

Trumps Aussagen stehen im Konflikt mit seiner bisherigen Kritik an der interventionistischen US-Außenpolitik und seiner Annäherung an Russland. Obwohl er Russland, das sich angesichts der Vorwürfe auf die Seite Assads stellte, nicht direkt kritisierte, verurteilte er die „verabscheuungswürdigen Taten des Assad-Regimes“ und stelle sich Seite an Seite mit den Verbündeten der Vereinigten Staaten gegen solche schrecklichen Attacken.

„You will see“

Auf die Frage nach „neuem Eingreifen“ in Syrien antwortete Trump schlicht mit „You will see“. Zu diesem Statement, das eine kommende Militärintervention in Syrien ankündigte, passen auch die Aussagen der UN-Botschafterin der USA, Nikki Haley. Diese verurteilte die syrische sowie die russische Regierung scharf und deutete an, dass die USA offen für militärisches Eingreifen sei.

Notfalls soll dies auch im Alleingang geschehen. An den UN-Sicherheitsrat richtete sie die Worte:

„Wenn die Vereinten Nationen regelmäßig daran scheitern ihrer Pflicht gemäß gemeinsam zu handeln, gibt es Zeiten im Leben der Staaten in denen wir uns dazu veranlasst fühlen, eigenmächtig zu handeln.“

US-Luftangriff

Heute gab es den ersten Angriff der US-Streitkräfte gegen Assad. Russland verurteilte den Angriff als „Akt der Aggression der USA gegen eine UNO-Nation.“

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