Es fehlt der politische Wille, dem Treiben ein Ende zu bereiten

Die Invasion geht weiter: 10.000 Afrikaner im Mittelmeer aufgefangen

by JouWatch, via Flickr (CC BY-SA 2.0)

Während dieses Wochenende der G-7-Gipfel in Sizilien tagte, wurden an der libyschen Küste erneut tausende Afrikaner aufgenommen und nach Europa gebracht.

Während des Gipfels war es, wie berichtet, unbefugten Schiffen nicht erlaubt, an den sizilianischen Häfen anzulegen. Da sich somit die Einsatzfahrt mehrerer NGO-Schlepperschiffe verzögerte, mussten an der libyschen Küste auch Handels- und Marineschiffe aushelfen. Insgesamt wurden alleine in den letzten vier Tagen 10.000 Afrikaner aufgenommen, die nun, wie gewohnt, illegal nach Europa geschleppt werden. Die Organisation “SOS MEDITERRANEE” zeigt sich zufrieden: es seien alle Menschen “sicher nach Italien” gebracht worden. Die unbelehrbare Mainstreampresse titelt hingegen, dass “Flüchtlinge gerettet” worden seien.

Ohne NGOs keine Migranten

Damit setzt sich die Invasion und der tausendfache Rechtsbruch im Mittelmeer fort. Dabei ist es klar, dass die NGOs sich das Problem vor der afrikanischen Küste selbst schaffen. Sie schüren bewusst die Illusion eines besseren Lebens in Europa und ermutigen die Menschen mit ihren Aktionen, in völlig seeuntüchtigen Booten vor die Küste zu fahren. Dort werden sie dann üblicherweise von den Schlepperschiffen der NGOs oder der Marine „gerettet“ und nach Europa gebracht. Für 54 Afrikaner sind diese Schiffe dieses Wochenende jedoch zu spät gekommen. Sie ertranken im Mittelmeer und erhöhen damit die Zahl jener, die aufgrund der Unverantwortlichkeit “humanitärer” Organisationen sterben mussten.

1.230 Migranten zurückgebracht

Doch es geht auch anders. Insgesamt wurden dieses Wochenende von der italienischen Küstenwache, die die Einsätze koordiniert, auch 1.230 Migranten, die ursprünglich nach Italien gebracht werden sollten, in die libyschen Städte Tripolis und Sawija zurückgebracht. Zudem zeigt die Sperre von sizilianischen Häfen während des G-7-Gipfels zeigt, dass es durchaus möglich ist, die Boote zu stoppen. Es fehlt lediglich der politische Wille, dem Treiben am Mittelmeer endlich ein Ende zu bereiten. Der G-7-Gipfel hätte dafür eine Möglichkeit geboten.