Legale Migrationsrouten aus Afrika:

Frankreich: Macron will 10.000 Asylwerber ansiedeln



Gouvernement français [CC BY-SA 3.0 fr], via Wikimedia Commons

Innerhalb von zwei Jahren will Emmanuel Macron 10.000 Asylwerbern die legale Einreise nach Frankreich ermöglichen, vor allem jenen Menschen, die sich gerade im Libanon oder der Türkei aufhalten.

Wie der Standard berichtete, will Frankreich in den nächsten zwei Jahren 10.000 Asylwerber ansiedeln. Man wolle damit den Menschen eine legale Weiterreise aus Ländern außerhalb Europas ermöglichen. Dieses Vorhaben kündige Emmanuel Macron am Montag bei einem Gespräch mit dem UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, in Paris an. Diese Umsiedlung soll vor allem Menschen betreffen, die sich zurzeit im Libanon, der Türkei, Niger, Jordanien oder im Tschad befinden. Dies soll in Zusammenarbeit mit dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR passieren.

Asylzentren in Afrika

Um den „Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen“ zu stoppen, will Frankreich nun bereits in den Transitländern jene Menschen ausfindig machen, welche ein Recht auf Asyl haben. Ende Oktober soll dafür die französische Flüchtlingsbehörde Ofra in die Gegenden rund um Niger und den Tschad reisen. Rund 3.000 Menschen sollen von dort aus die Möglichkeit haben, legal nach Frankreich einzureisen. In der Theorie sollen diese Maßnahmen zur legalen Migration die illegale Migration nach Europa stoppen. Ende August gab es jedoch noch Pläne, nicht nur 3.000 Menschen aufzunehmen, sondern generell legale Migrationsrouten aus Afrika zu schaffen, um im Gegenzug die illegalen Migrationsströme auf dem Mittelmeer zu stoppen.

EU will 50.000 Asylwerber umsiedeln

Wie Info-Direkt berichtete, hat die EU-Kommission Ende September erklärt, sie wolle 50.000 Asylwerber in den nächsten zwei Jahren in der EU ansiedeln. Dies soll über das sogenannte „Resettlement-Programm“ passieren, und Asylwerber aus Drittstaaten auf legalem Weg nach Europa holen. In diesem Zusammenhang stehen auch die Pläne von Emmanuel Macron. Besonders erfolgreich allerdings war diese Strategie bisher nicht. Das vorherige „Relocation“ Programm der EU verfehlte ihre Ziele deutlich. Aus 120.000 geplanten Menschen die auf die Mitgliedsstaaten der EU verteilt werden sollten, wurden schlussendlich nur 29.000.

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