Während sich manche Führungskräfte in der AfD noch immer auf Zuruf politischer Gegner von anderen Patrioten distanzieren, haben die Landesverbände in Brandenburg und Thüringen längst kapiert: Wer sich distanziert, verliert!
Ein Kommentar von Michael Scharfmüller
Vergangene Woche konnte die AfD-Bundesparteispitze gerade noch verhindern, dass Martin Sellner von der AfD-Landtagsabgeordneten Lena Kotrè in Brandenburg zu einer Veranstaltung eingeladen wurde. Die Veranstaltung fand freilich trotzdem statt, was durch einen kleinen Trick gelang, indem Sellner einfach Kotrè dazu einlud, mit ihm auf der Bühne über Remigration zu sprechen.
Sich ein eigenes Bild machen
Einen Schritt weiter ging nun die AfD in Thüringen. Landtagsabgeordneter Daniel Haseloff lud den Aktivisten und Erfolgsautor nun in den Thüringer Landtag zum Gedankenaustausch ein. Mit dabei waren auch der Landtagsabgeordnete Stefan Möller und der Bundestagsabgeordnete Robert Teske. Über den Grund für die Einladung von Sellner in den Landtag schreibt Haseloff auf Facebook:
"Der wichtigste Pfeiler der Demokratie ist der Diskurs. Daher war es mir eine Freude, heute Martin Sellner im Thüringer Landtag begrüßen zu dürfen. Er ist eine der meist dämonisierten Personen Europas. Ich wollte mir mein eigenes Bild machen. Danke für den Besuch!"
AfD-Thüringen-Chef Höcke empfahl Sellners Buch
Bereits zuvor, im Juli 2025, verteidigte AfD-Thüringen-Chef Björn Höcke Martin Sellner gegen die zahlreichen ungerechtfertigten Angriffe und empfahl sein Buch "Remigration - Ein Vorschlag" . Über Sellner schrieb Höcke damals:
"Seine Waffe ist sein Scharfsinn und sein Humor — allein deshalb macht es einfach Spaß, seine Bücher zu lesen und mitzuverfolgen, wie dieser Till Eulenspiegel einer aggressiven Obrigkeit den Spiegel vorhält."
AfD-Chefin Weidel auf derselben Bühne wie Sellner
Im November des letzten Jahres standen Martin Sellner und AfD-Chefin Alice Weidel beim A-WEF von AUF1 in Prag auf derselben Bühne. Allerdings nicht zur selben Zeit: Zwischen den beiden Auftritten dürften etwa zwei Stunden gelegen haben.
Erfolglose Distanzierungsaufforderungen nach Interview mit Sellner
Beim A-WEF in Prag gab der EU-Abgeordnete Gerald Hauser (FPÖ) Martin Sellner ein Interview. Etablierte Medien und ihre "Experten" begannen daraufhin hysterisch zu kreischen und forderten Hauser dazu auf, sich von Sellner zu distanzieren. Weshalb das nicht gelang, ist hier nachzulesen: Hauser und Sellner: "Skandal"-Video nun erstmals auf YouTube
Vorreiter Roger Beckamp
Der erste namhafte AfD-Politiker, der gemeinsam mit Martin Sellner auftrat war übrigens der damalige Bundestagsabgeordnete Roger Beckamp, der eine Einladung von Sellner in dessen Sendung "MS live" annahm.






