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„Ab nach Hause“ – Das Remigrations-Buch von Gerald Grosz

23. Juni 2026 / Gesellschaft

„Ab nach Hause“ – Das Remigrations-Buch von Gerald Grosz
Bild Gerald Grosz und Bildkomposition: Info-DIREKT

Der österreichische Ex-Politiker, Polit-Kommentator und Erfolgsautor Gerald Grosz legt sein neuestes Werk zum Thema „Remigration“ vor. Dabei formuliert er seine Positionen in gewohnt zugespitzter Weise.

Eine Rezension von Karl Sternau

Das Buch mit dem Titel „Ab nach Hause“ wurde zusammen mit FPÖ-Chef Herbert Kickl am Wiener Flughafen präsentiert. Es ist bereits jetzt ein Verkaufsschlager und liegt in zweiter Auflage vor. Grosz versteht es, sich und seine Werke zu vermarkten und mit viel Reichweite Aufmerksamkeit auf wichtige Themen zu lenken.

„Remigration“


„Remigration“ ist das erste Wort des Buches. Dabei beschreibt Grosz Remigration Möglichkeit mit
"einem einzigen Wort eine Forderung abzubilden, die dauer­haft, über Jahre und Jahrzehnte hinweg die politische Arbeit bestimmen könnte."

Grosz zerlegt dabei auch die „Diffamierung“ des Begriffs nach dem Potsdam-Treffen. Er räumt dabei sogar selbstkritisch ein, was ihm Info-DIREKT im Jahr 2024 vorhielt:
"Und ich muss gestehen, dass auch ich der medial massiven Verkündung über die Art und Weise des Treffens, der Zusammensetzung, dem vermeintlich Besprochenen auf den Leim gegangen bin."

Diese Selbstreflexion und Selbstkritik ist im Bereich der Medien und der Politik ungewöhnlich und muss Grosz hoch angerechnet werden.

Scharfe Migrationskritik


Einen Großteil des Buches nimmt die Bestandsaufnahme ein, in der Grosz deutlich die negativen Auswirkungen der Masseneinwanderung in den unterschiedlichen Bereichen, vor allem Gesundheitssystem, Justiz und Wirtschaft, aufzeigt. Er ergänzt seine Argumentation regelmäßig durch persönliche Beispiele und bezieht sich dabei oft auf seinen Bestseller „Merkels Werk – Unser Untergang“. Auf den letzten zwanzig Seiten widmet er sich dem „Wie“ des „Ab nach Hause“ aus seiner Sicht funktionieren kann.

Konkrete Forderungen


Grosz formuliert klare Forderungen, die Europa in Zukunft schützen sollen:
  • Sichere Grenzen
  • Anpassung der Europäischen Menschenrechtskonvention und Genfer Flüchtlingskonvention
  • Kein Asyl bei Ankunft aus einem sicheren Drittstaat
  • Abschiebung aller illegalen Zuwanderer
  • Sozialleistungen nur an Staatsbürger und EU-Bürger
Dazu kommen Familienförderung für Einheimische und das Stärken einer Leitkultur. Der Punkt „Legitime Zuwanderung“ dürfte bei dem ein oder anderen Leser auf Widerspruch stoßen, da Grosz an dieser Stelle nur einen „Beitrag zum gesellschaftlichen, sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt Europas“ eines Migranten fordert. Bei diesem Argument fehlt, dass es auch für diesen Bereich eine strenge Obergrenze geben muss. Eine hohe Zahl an wirklich qualifizierter Arbeitskräfte kann nämlich trotzdem eine Parallelkultur und Gegengesellschaft entwickeln. Japan begrenzt daher beispielsweise den zeitlichen Aufenthalt von Gastarbeitern; eine Staatsbürgerschaftsverleihung stellt eine Seltenheit dar.

Staatsbürgerschaft


Das heikle Thema „Staatsbürgerschaft“ nimmt Grosz ebenfalls kritisch unter die Lupe. Er fordert eine deutlich strenge Vergabe (frühestens nach 15 Jahren) und kritisiert das Verschenken im „Eilzugstempo“, wie es in der BRD passiert. Wenn die Staatsbürgerschaft einmal verliehen ist, bleibt sie aber „sakrosankt“. Den Entzug der Staatsbürgerschaft, der in Sonderfällen, wie etwa arglistige Täuschung bei der Einbürgerung oder die Beteiligung an terroristischen Aktivitäten, möglich ist, thematisiert Grosz auch. Ähnlich wie bei Dop­pelstaatsbürgerschaften könnte man in seinen Augen „verfassungsrechtlich konform für mehr Ordnung im System sorgen“.

Taten statt Worte


Grosz, der nicht mit Kritik an den „Scheinkonservativen“ – Union und ÖVP – spart, sieht die Hoffnung in den patriotischen Parteien Europas. Er schließt sich Kickl, den er für das Buch interviewte, an und hebt zum Ende hervor:
„Es kommt auf die konkreten Taten an, die unsere Hei­mat, unsere Gesellschaft und deren tragende Systeme retten sollen.“

Diesem Appell kann man nur zustimmen. Dass Grosz seine Bekanntheit und seine Reichweite nun auch dazu nutzt „Remigration“ bekannter und sagbarer zu machen, ist sinnvoll und erfreulich. Damit bekommt das Thema innerhalb des patriotischen Lagers noch mehr Breite.

Das Buch „Ab nach Hause“ von Gerald Grosz ist beim „Leopold Stocker Verlag“ 2026 erschienen. Es umfasst 180 Seiten und ist zum Preis von 22 Euro in jedem guten Buchhandel und direkt beim Verlag erhältlich.

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