Vorgestern war der 10. Todestag von Götz George. Ich möchte in diesem Sonntagsstück erneut einen Film mit dem deutschen Schauspieler vorstellen.
Ein Sonntagsstück von Karl Sternau
Für die Juni-Ausgabe der ZUERST! habe ich ein Porträt über Götz George verfasst. Dabei habe ich betont, dass George mehr als nur der Tatort-Kommissar „Horst Schimanski“ war. Auf seine Karriere im deutschen Western-Kino bin ich schon im Sonntagsstück 75 eingegangen.
Vielseitige Rollen
In Vorbereitung für den ZUERST!-Artikel habe ich mehrere George-Filme angesehen. Dabei war ich vom Film „Der Sandmann“ fasziniert, in dem er (lange) eine undurchsichtige Rolle spielt. Der Streifen kam 1995, für RTL2 produziert, ins deutsche Fernsehen. Regie führte Nico Hofmann, der schon beim Mehrteiler „Schulz & Schulz“ mit George zusammenarbeitete.
Rehabilitierte Mörder?
Im Film geht es um die junge Fernsehredakteurin Ina Littmann (gespielt von Karoline Eichhorn), die für einen TV-Beitrag Henry Kupfer porträtieren soll. Kupfer, der von George verkörpert wird, ist ein Prostituiertenmörder, der nach seiner Haft Bestsellerautor wurde. Er steht kurz vor der Publikation seines neusten Werks „Der Kannibale“ und gibt Littmann exklusive und verstörende Einblicke in sein Privatleben. Der Redakteurin kommen dabei immer mehr Zweifel, ob Kupfer wirklich nicht mehr mordet.
Medienkritischer Film
Der Film enthält viel Kritik an den Massenmedien, die für Aufmerksamkeit und die damit verbundenen Einnahmen alles tun. Damals war noch das Fernsehen das führende Medium. Heute ist das anders – an der Aufmerksamkeitsökonomie hat das aber nichts geändert. Aus dem Kampf um Einschaltquoten ist nur einer um Klicks geworden. Daher bleibt der Film zeitlos.
Hier kann der Film „Der Sandmann“ angesehen werden:
Über die Sonntagsstücke:
Karl Sternau präsentiert jeden Sonntag ein mehr oder weniger geistiges Fundstück aus der weiten Welt des Internets. Sollte ein hier geteilter Link nicht mehr funktionieren, waren Sie mit Ihrer Lektüre zu spät dran. Über Rückmeldungen zu den Sonntagsstücken sowie Ideen für weitere Sonntagsstücke freuen wir uns: [email protected]






